Chronik

 

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100 Jahre TSV Pöttmes

 

Es war im Sommer des Jahres 1894, als sich verschiedene junge Herren im Garten des Herrn Klopfer zusammenfanden, um Herrn Wegscheider beim Turnen zu beobachten. Manch junge Brust regte sich und deshalb beschlossen sie, in der Marktgemeinde Pöttmes den Turnverein 1868 wieder ins Leben zu rufen. Begeistert stimmte Alt und Jung zu.

Am 29. Juli 1894 wurde die Gründung im Schlößlesaal vollzogen. Herr Lehrer Karg brachte mit zündenden Worten die Ziele der deutschen Turnerschaft vor, Herr Pfarrer Hogmann richtete an die Eltern und Meister die Bitte, ihre Söhne und Lehrlinge zu bewegen, zur Stählung ihrer Körperkraft dem Turnverein beizutreten.

Sofort meldeten sich 64 Herren.

 

 

 

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Die nachfolgende Wahl brachte folgendes Ergebnis:

 

1. Vorstand:    Dr. Rauh

2. Vorstand:    Herr Prokosch

Turnwart:        Herr Wegscheider

Schriftwart:    Herr Wendler

Säckelwart:     Herr Käufl

Zeugwart:        Herr Peter Wernhard

Ferner zwei Ausschußmitglieder von den passiven:            

Herr Bürgermeister Rohrmüller

Herr Heilmeier

 

Zwei Ausschußmitglieder von den aktiven:

Herr Franz Schmidt

Herr Dollinger

 

Von der Gemeinde wurde dem Verein der Platz im Krankenhaus zur Verfügung gestellt.

Der Graf von Sandizell schenkte dem Verein vier Matratzen und ein Reck.

 

Im März 1895 waren bereits 82 Mitglieder registriert.

 

Die Vorstandschaft wurde neu gewählt:

 

1. Vorstand:    Herr Prokosch

Turnwart:        Herr Wiesheu

Gerätewart:    Herr Faber

Zeugwart:        Herr Ziegler

Schriftwart:    Herr Franz Schmidt

 

 

1902 wurde beschlossen, sich dem Turngau Ingolstadt anzuschließen.

Am 26. April 1903 nahmen zum ersten Mal an der Vorturnstunde in Ingolstadt teil:

Turnwart Eduard Haile und Michael Rohrmüller jun., der Turnverein beteiligte sich am Gauturnfest in Kösching aktiv.

Nicht weniger als 19 Mann vom Turnverein Pöttmes, die am Festzug teilnahmen,

fuhren die Strecke von 48 Kilometer hin und zurück mit dem Fahrrad.

Das “Deutsche Turnfest” in Nürnberg vom 19. bis 23. Juli 1903 wurde von 8 Sportlern besucht.

Es war ein großartiges Erlebnis. 8000 Turner nahmen daran teil.

Alle Jahre fand zur damaligen Zeit auch ein Turnerball statt.

Die Generalversammlung am 28. Februar 1904 im Schlößl beschloß, die Vorstandschaft für 3 Jahre zu wählen.

Die Vorbereitungen für das 27. Gauturnfest in Pöttmes, verbunden mit Fahnenweihe und 10jährigen Stiftungsfest wurden getroffen. Der Männerturnverein Schrobenhausen übernahm die Patenschaft.

An dem Fest, das vom 2. bis 4. Juli stattfand, beteiligten sich 16 Vereine. Die Straßen waren festlich geschmückt und es herrschte reges Leben und Treiben. Es wurde ein voller Erfolgt für den jungen Verein.

 

 

 

 

 

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In den folgenden Jahren wurden viele Turnfeste besucht. Die Reisen gingen nach Neustadt, Eichstätt, Schrobenhausen und Neuburg.

 

Nach dem 1. Weltkrieg wurde nach 5jähriger Pause im Sommer wieder fleißig geturnt, um sich auf das 25jährige Stiftungsfest am 24. November 1919 vorzubereiten. Der Verein zählte noch 18 Mitglieder.

 

 

 

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Am 10. März 1920 wurde ein Bauausschuß für die Turnhalle gegründet. Auch einen neuen Turnplatz hat der Verein erhalten. Baron von Gumppenberg überließ schenkungsweise dem Turnverein ein Tagwerk Acker.

 

 

 

 

 

Aufnahmeurkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Anfang kamen die Mitglieder in Scharen, aber Tag für Tag wurden es weniger. Die Turngeräte hatten ihren Platz, der Rest des Feldes wurde mit Tabak bepflanzt.

 

Inzwischen hatte der Verein den Keller des Herrn Kiegle (Ochsenkeller) erworben. Nun herrschte dort reges Treiben. Nach Feierabend kamen Bürger, Meister und Gesellen, um Stein für Stein ans Tageslicht zu fördern, um eine Turnhalle bauen zu können. Eine Sammlung zugunsten einer Turnhalle brachte das stolze Ergebnis von 6.486 Mark.

 

Das Gauturnfest in Schrobenhausen am 19./20 Juni 1921 wurde für die Pöttmeser ein schönes Erlebnis. Mit der schneidigen Musikkapelle des Herrn Niemeier zogen sie beim Umzug die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich. Das Turnfest in Ingolstadt am 14./16. August 1921 wird als eine sehr lustige Turnfahrt beschrieben.

 

 

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Das Jahr 1922 brachte eine rege Teilnahme an den Turnfesten in Pfaffenhofen, Kösching und Neuburg. Die Christbaumfeier und der Turnerball nahmen wie alljährlich ihren normalen Verlauf.

 

Das Jahr 1923 brachte am 7./8. Mai das Turnfest in Gaimersheim und am 20. Juni ein Turnerfest in Unterbaar. Dort sagte ein Zuschauer zu seinem Nachbarn, nachdem er den Staffellauf gesehen hatte: “Dös glaub i scho, daß die laffa kenna, die san ja dressiert”.

 

Das Deutsche Turnfest in München nahte. Mitte Juli 1923 fuhren ca. 20 bis 25 Mitglieder des TV Pöttmes als Festbummler nach München. Aus allen Gauen Deutschlands kamen 110 Sonderzüge, festlich geschmückt mit Blumen und Girlanden in die Landeshauptstadt. Eine solche Menge Leute hatte München noch nicht gesehen, 250.000 an der Zahl. Sportlich konnte man unglaubliche Leistungen sehen, der reinste Zirkus.

Den Abschluß bildete ein prächtiges Feuerwerk.

 

Inzwischen war das Mauerwerk der Turnhalle fertig. Das Dach wurde von Baron von Gumppenberg gestiftet. Ludwig Käufl schenkte die Dachplatten dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1924 war die Fertigstellung einer Turnhalle in der Größe von zehn auf zehn Meter perfekt. Dieses Gebäude wurde zum größten Teil aus Abbruchziegeln hergestellt und stand auf dem Grundstück an der Schrobenhausener Straße im Anschluß an das Sägewerk Veit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Turn-As Hans Seehütter vor der alten Turnhalle

Andreas Prokosch, der 25 Jahre den Verein leitete, wurde in dieser Zeit von Ludwig Käufl abgelöst und zum Ehrenvorsitzenden ernannt; desgleichen der 1. Turnwart Eduard Haile zum Ehrenturnwart.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fa. Urkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1924 schloß sich die Fußballabteilung dem Deutschen Fußball-Bund an.

1927 wurde nach Zwistigkeiten zwischen Turnern und Fußballern der FC Pöttmes gebildet.

Die wirtschaftliche Lage nach dem 1. Weltkrieg machte auch dem Turnverein Pöttmes große Schwierigkeiten. Die Musik für den Vereinsball wurde teurer, der vorgesehene Schäfflertanz fiel aus. Der Ball wurde am 26.01.29 im Ochsensaal am Marktplatz durchgeführt. Am 03. März 1929 wurde beim Kreuzwirt eine Generalversammlung abgehalten. An turnerischen Veranstaltungen wurden das Gauturnfest in Siegenburg und das Bezirksturnfest in Fürstenfeldbruck ins Auge gefaßt.

Bemängelt wurde in dieser Versammlung auch der unzureichende Besuch der Kneipen (Wirtshäuser). Das ganze Vereinsleben spielte sich dort ab. Nur so war es möglich, die Mitglieder zusammenzuhalten.

 

 

 

 

 

 

 

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Am 8. Februar 1930 beim Vereinsball kommt beim 2. Versuch der Schäfflertanz zur Aufführung. Es war ein einmaliges Erlebnis für den damaligen Turnverein und für den Markt Pöttmes. Die Gemeinde verlangte für die Aufführung 18,– Mark, die Dekoration, die laut Aufzeichnung außergewöhnlich war, wurde von Schloßgärtner Schöner durchgeführt. Unkosten 40,– Mark. Nach erneuten Schwierigkeiten zwischen FC und TV wurde dem FC der Platz verpachtet.

 

Das Gauturnfest fand in Kösching statt, elf Aktive waren dabei.

1.700 Ballenpflanzen wurden von Baron Johannes von Gumppenberg kostenlos zur Verfügung gestellt.

Eine Faustball-Mannschaft wurde gegründet.

Es herrschte bis 1932 reger Sportbetrieb. Neben Turnen und Leichtathletik wurde als neue Disziplin das Schwimmen am Klausenweiher eingeführt. Schwimmwart war Adolf Veit.

 

Am 10. August 1930 fand ein Vergleichskampf zwischen Pöttmes und Burgheim statt (Turnern und Leichtathletik), Pöttmes gewann. Es war ein großes Erlebnis für Pöttmes. Mit einem eindrucksvollen Musikzug wurden die Abteilungen zum Sportplatz geführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auf einer Generalversammlung am 1. März  im Gasthaus “Zur Post” wurde Adolf Schlaegel zum 1. Vorstand gewählt und löste Ludwig Käufl ab.Es wurden neue Aufgaben ins Auge gefaßt, wie die volkstümlichen Heimatwettkämpfe, das Turnfest in Eichstätt. Ausbesserungsarbeiten an der Turnhalle, Anpflanzungen am Turnplatz, Waldlauf im Mai.

 

Das Gauturnfest in Eichstätt am 29. Juni 1931 wurde für die Pöttmeser Musterriege ein voller Erfolg; sie errang den 1. Platz.

Auch am 12. Juni 1931 sind Pöttmeser Turner preisgekrönt von den Aichacher Heimatwettkämpfen zurückgekehrt. Es waren stolze Augenblicke im Leben eines Turners in der Zeit, von der jetzt berichtet wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Abturnen Weihnachten 1931-32

vorn stehend, v. l.: Gegg Hans, Käufl Ludwig, Zett Hugo, Wernhard Wilhelm, Turnwart Zins Michael, Linke Manfred, Strohhofer Josef, Schöner Georg, Obele Rudolf; hintere Reihe, v. l.: Beiersdorfer Anderl, Reil Karl, Neusigl Georg, Beck Helmut, Kaltenstadler Albert, Gäßl Mathias, Ketzler Josef, Schlaegel Adolf.

 

Am 12. April 1932 war beim “Zett”, heute Gasthof “Krone”, die General­­­­­-versammlung anberaumt. Die Aktiven waren schwach vertreten, was Vorstand Schlaegel sehr bedauerte. Es war kein sehr ereignisreiches Jahr; die wirtschaftlichen Verhältnisse wurden immer schlechter.

Am 29. Mai 1932 fand ein Turnausflug nach Schnellmannskreuth statt, wo ein Wetturnen durchgeführt wurde. Da der Fußballclub Pöttmes bis 1932 ein selbständiger Verein war, und das Gelände des TV benutzte, wurde am 29. Juli 1932 zum ersten Mal von einem Zusammenschluß Fußballverein – Turnverein gesprochen.

Beim Bezirksturnfest in München am 19. Juni 1932 beteiligten sich die beiden aktiven Turner Hans Seehütter (17. Preis) und Michael Rohrmüller (49. Preis).

Am 3. Juli war ein Gau-Jugendturnier in Ingolstadt. Hans Gegg errang den 7. Preis, Kaltenstadler den 16. Preis, Neusiegel den 17. Preis, Schöner den 18. Preis. Bayersdorfer den 19. Preis, Gäßl den 21. Preis, Reil den 22. Preis, Käufl den 22. Preis, Ketzler den 25. Preis, Weiß den 25. Preis, Eisenhofer den 27. Preis, Strohhofer den 27. Preis, Schlaegel den 30. Preis, Zett den 31. Preis.

 

 

 

 

 

 

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Nachwuchspflege um 1933

Hans Seehütter mit Scharl, Helmut Beck, Anneliese und Josef Brugger,

 Josef Seehütter, Engelbert Beck und Kurt Schlaegel

 

Auch das Kreisturnfest am 17. Juli 1932 in Aichach wurde vom TV Pöttmes zahlreich besucht.

 

Am 21.8.1932 trafen sich die Pöttmeser Turner und die Turner des TV Rain in Unterbaar zu einem Turnerwettkampf. Pöttmes gewann diesen Vergleich. Die Fußballer wurden nach einer Turnratssitzung aufgefordert, den fälligen Pachtzins zu zahlen, um Schwierigkeiten bei der bevorstehenden Generalversammlung aus dem Wege zu gehen.

Am 15. Januar 1933 fand im “Schlößl” die Generalversammlung statt. Es wurde über die Teilnahme am Deutschen Turnfest in Stuttgart gesprochen. Michael Rohrmüller wurde beauftragt, eine Reisekasse anzulegen. Das Deutsche Turnfest wurde von 9 Mitgliedern besucht. Sie betätigten sich aber nur als Zuschauer.

Außerordentliche Generalversammlung am 17. September 1933; es wurde neu gewählt. Der Vorstand hieß ab sofort “Führer des Vereins”, bzw. Vereinsführer. Es wurde nur eine Funktion gewählt, es entsprach den damaligen politischen Gepflogenheiten.

Adolf Schlaegel wurde bestätigt in seinem Amt, er war nun der Führer des Vereins. Viele Vereine änderten in Deutschland ihren Namen.

Am 13. Oktober 1933 spricht man in Pöttmes zum ersten Mal von einem “Turn- und Sportverein Pöttmes”, bei einer Turnratssitzung um 19.30 Uhr im Gasthof “Zum Ochsen”. Der Hauptberatungspunkt war der Fusionsvertrag mit dem Fußballclub Pöttmes; auf Grund dieser Fusion erhielt der Verein diesen neuen Namen.

 

Die neue Vorstandschaft lautete:

 

 

Führer des TSV:                    Adolf Schlaegel

Stellvertr. Führer:     Jos. Ferd. Rosentritt

Schriftwart:                 Franz Wölfling

Kassenwart:               Michael Rohrmüller

Zeugwart:                               Michael Weber

Männerturnwart:                    Hans Seehütter

Sportwart:                              Josef Mayr

Spielwart Fußball:      Josef Ferd. Rosentritt

Jugend-Turnwart:      Niko Buchner

Beisitzer:                               Ludwig Käufl

Josef Sperr

 

Es wurde auf einer denkwürdigen Turnratssitzung beschlossen, daß in Zukunft der jeweilige Ortsgruppenleiter NSDAP und der jeweilige Standortführer der SA eingeladen werden. Die Turnratssitzungen enden jetzt nicht mehr mit “Gut Heil”, sondern mit “Heil Hitler”.

Die Mitgliederversammlung am 21.10.33 bringt außer der Bekanntgabe des neuen Turnrats auch die Bekanntgabe von Änderungen in der Turnerbewegung. Die deutsche Turnerschaft wird in 16 Turngaue eingeteilt; Bayern ist der Gau 16.

Der TSV Pöttmes gehört in der untersten Gliederung zur Kreisgruppe 3 Aichach, die Bezirke entfallen. Die laufenden monatlichen Versammlungen werden wieder abgeschafft und nach Bedarf einberufen. Am 22. Oktober 1933 findet auf dem Sportplatz das Abturnen statt. Es kommt ein Vierkampf für Aktive und ein Staffellauf zur Austragung.

 

Vierkampfaktive:       1. Niko Buchner

2. Martin Lang

3. Georg Lintner

4. Josef Lintner

 

Die Staffel gewinnt die 1. Fußballmannschaft.

 

Mayer Ludwig – Buchner Niko

Mangold Josef – Lintner Josef

 

Das Turnen in Pöttmes geht weiter wie früher.

 

 

 

 

 

 

 

 

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1937, als im Zuge der allgemeinen Wehrpflicht doch schon viele junge Männer zur Ableistung ihres 2jährigen Militärdienstes eingezogen waren und infolge­dessen dem TSV nicht mehr zu Verfügung standen, war es Eduard Haile, Gründungs­mitglied und langjähriger Turnwart, der sich der jungen Buben (ab ungefähr 8.-9. Lebensjahr) annahm. Wöchentlich zweimal wurde in der Turnhalle an der Schrobenhausener Straße geturnt und nach getaner Arbeit marschierte man von der Turnhalle zum mittleren Markt. Die Jugendorganisation der NSDAP, Jungvolk (JV) bis 14 Jahre und Hitlerjugend (HJ) bei den jungen Männern, desgleichen bei der weiblichen Jugend, Jungmädchen und BdM (Bund deutscher Mädchen) nahmen starken Einfluß auf die Jugend. Es wurde auch viel Sport getrieben, aber im Nachhinein betrachtet, geschah doch alles im Zuge einer vormilitärischen Ausbildung und diente im Grunde nur der Durchsetzung der Ziele der NSDAP.

Während des Krieges bewegte sich innerhalb des TSV nichts mehr. Alle wehrhaften Männer waren an der Front. Von 1937 – 1945 war der Vereinsführer beim TSV Eduard Haile, Schriftführer Josef Fleischmann, Kassier Michael Rohrmüller. Die Turnhalle war ab 1942 von Ostarbeitern belegt. Nach der Niederlage des Deutschen Reiches und dem Einmarsch der Amerikaner wurde das Vereinsleben stillgelegt und das Vereinsvermögen der Gemeinde Pöttmes übergeben.

Der Verein wurde am 2.1.1946 wieder ins Leben gerufen. Vorstand war Hans Seehütter, Schriftführer Josef Weichselbaumer, Kassier Josef Kaltenstadler.

Im gleichen Jahr wurde durch Grundstückstausch der jetzige Sportplatz erworben.

Von 1947 bis 1949 konnte eine Platzwartwohnung mit Turnraum erbaut werden.

Die ersten Anfänge nach dem Kriege im Turnen begannen in der Brauerei. Hans Seehütter, Michael Zins (die alten Turnerhaudegen) und junge Nachwuchsturner wie Ernst Haile und andere übten in der Mälzerei (da war es im Winter warm). Die sportliche Tätigkeit kann man allgemein als zufriedenstellend bezeichnen. Ob das nun im Fußball, Handball oder Leichtathletik war. Die Fußballer nahmen damals schon an der Verbandsrunde teil. Am 7. August 1949 wurde das Bezirkssportfest in Kösching von unseren Leichtathleten besucht.

Auch auf dem hiesigen Sportplatz wurde ein großes Sportfest mit mehreren Vereinen veranstaltet. Die Vereinsmeisterschaften, verbunden mit einem Kinderfest, wurde am 21.8.49 ausgetragen. Es folgte der Turnerball am 12.2.49 und die obligate Weihnachtsfeier am 26.12., die ein großer Erfolg war.

1950 fand ein großes Ereignis, der Turnvergleichskampf Oberbayern – Oberpfalz im Ochsensaale statt. Beide Riegen zeigten hervorragenden Sport. Dieses Ereignis war wohl für Pöttmes bis zur heutigen Zeit, da diese Zeilen geschrieben werden, ein einmaliges Erlebnis. Oberbayern gewann den Kampf knapp nach Punkten.

Das Jahr 1950 war, was den turnerischen Teil nach außen hin betrifft, arbeitsreich und auch erfolgreich. Von hiesigen Turnerinnen und Turnern wurden die Turnfeste Vohburg und Gaimersheim, sowie das Bezirksturnfest in Bamberg besucht. Besonders erfreulich war es, daß die Leistungen der weiblichen und männlichen Jugend große Fortschritte gemacht hatten.

Am 16.10.1950 fand das Abturnen auf dem Sportplatz statt. Im vorhergegangenen Jahr legte der Spartenleiter für Fußball, Franz Etzberger sein Amt nieder. An dessen Stelle wurde einstimmig Karl Herzner gewählt.

 

 

 

 

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Weiblicher TSV-Nachwuchs im Juli 1950

Auf der Generalversammlung vom 7. Januar 1951 wurde Richard Steib  als Nachfolger August Öttl neuer 1. Vorstand.

Im März 1951 wurden in mehreren Ausschußsitzungen der Finanzausgleich zwischen der Fa. Gebr. Veit und dem TSV ausgehandelt. (Es bestanden Differenzen, die wegen des Tauschs des alten Sportplatzes und der daraufstehenden Turnhalle einerseits, sowie andererseits des neuen Sportplatzes mit Platzwart-Wohnung bestanden.)

Das Jahr 1951 war hinsichtlich sportlicher Vereinsarbeit sehr erfolgreich. Der TSV nahm am Bezirksjugendturnfest in Siegenburg mit 46 Mädchen und Jungen teil. Alle erreichten den Siegerkranz.

Ferner beteiligte sich der TSV am Bezirksturnfest Schrobenhausen mit 25 Aktiven.

Die Sonnwendfeier der Landsmannschaften wurde zum Teil unter Mitwirkung des TSV gestaltet.

Die Sparte Fußball war Teilnehmer der Verbandsrunde Augsburg-Ost in der B-Klasse.

Die Leistungen des TSV fanden im ganzen Turnbezirk hohe Wertschätzung und Beachtung.

 

1951 beim Abturnen

 

 

 

 

 

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Ernst Haile am Reck                                       Kurt Schlaegel am Seitpferd

 

 

 

 

 

 

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Josef Bartenschlager und                                          Die vorerst letzten Geräte-Turner v.l.

Fritz Schiller am Barren                                             Ernst Haile, Josef Bartenschlager,                                                                                       Kurt Schlaegel, Fritz Schiller

 

Die damalige 1. Herrenriege, die regelmäßig über 5-6 Jahre zweimal wöchentlich trainierte und dabei auch die Nachwuchsarbeit übernahm, bestach durch hohes turnerisches Können und ihre Ausgeglichenkeit. Man kann sie ruhig einmal namentlich nennen, denn es waren die letzten Geräteturner im TSV bis auf den heutigen Tag: Haile Ernst, Schiller Fritz, Barton Franz, Schlaegel Kurt, Bartenschlager Josef. Schiller Fritz turnte nach seinem Weggang aus Pöttmes später in der Württembergischen Landesauswahl.

Desgleichen kann man in dieser Zeit von den Damen berichten, die unter Emmi Eitelhuber, später auch unter Maria Neugebauer, ähnlich den Herren, trainierten und an den Sportfesten mit großem Erfolg teilnahmen.

Der gesellschaftliche Teil wurde damals in diesen Jahren von 3 Veranstaltungen geprägt. Die Weihnachtsfeier am Stephanstag, traditionell im Ochsensaal durchgeführt, bestach durch ausgeprägte gymnastische und turnerische Leistungen, vorgeführt von der weiblichen und männlichen Jugend, sowie den Aktiven. Der reichlich ausgestattete Glückshafen trug seinen Teil dazu bei, viele Besucher anzulocken.

Die Einnahmen (bis zu 2.000,– Mark) waren die Quelle, aus der der TSV das ganze Jahr schöpfte.

Der Turnerball, traditionell in schwarzweiß, mit Ballkönigin und Ballkönig, sowie der Kehraus gehörten immer zum Besten der Faschingsveranstaltungen.

Das bayerische Landesturnfest in Augsburg vom 18. – 20. Juli 1952, das von 8 Aktiven mit gutem bis sehr gutem Erfolg besucht wurde, wird wohl für alle eine bleibende Erinnerung sein. Willy Schmid errang im 7-Kampf der alten Herren den 1. Preis.

Es war ein hohes Gefühl, sich unter zwei- bis dreitausend Sportlern im neuerbauten Rosenau-Stadion zu messen.

Der Abend war ausgefüllt mit verschiedenen Aufführungen, unter anderem ein Freilichttheater mit “Ännchen von Tharau”, sowie einem großen Feuerwerk. Die jungen Aktiven tanzten bis in den Morgen und vertieften ihre Freundschaften. Am Festsonntag versammelten sich wieder alle Teilnehmer, um im großen nicht enden wollenden Festzug mit Hunderten von Fahnen aus allen Gauen Bayerns durch die Stadt ins Rosenau-Stadion zu ziehen. (50.000 Besucher). Auch der TSV war mit der Vereinsfahne im Festzug vertreten. Es waren viele alte Turner nach Augsburg gekommen, um bei diesem Großereignis dabei zu sein.

Bei der Ankunft der Aktiven und Festteilnehmer in Pöttmes wurden sie von Vorstand Steib mit Blumen begrüßt. Zum Takte der Musik marschierten Sieger und Freunde zur “Krone”, um noch einige Stunden frisch, fromm, froh und frei den Sieg bei mehreren Trinkhörnern zu feiern.

Im August fuhren unsere Jugendlichen mit 46 Teilnehmern zum Bezirks-Jugend-Turnfest nach Gaimersheim. Es gab für Pöttmes viele Preise vom 1. bis zum 10. Platz und sämtliche Sportler waren Sieger. Der TSV gehörte wieder mit zur Spitze in der Bezirksjugend.

Zum 75. Geburtstag des Ehrenvorstandes Ludwig Käufl wurde durch 2 Jungen in weiß eine Ehrengabe überreicht, sowie von einer jungen Turnerin ein Festgedicht vorgetragen. Die gesamte Vorstandschaft gratulierte herzlich.

 

Bei der Neuwahl am 4. Januar 1953 wurde die gesamte alte Vorstandschaft einstimmig wieder gewählt:

1. Vorstand:                                       Steib R.

2. Vorstand und Schriftführer                       Weber M.

Kassier:                                                         Schlaegel K.

Ober-Turnwart:                                             Seehütter H.

Turnwart:                                                      Bartenschlager J.

Jugendturnwart:                                            Schiller F.

Turnwartin:                                        Eitelhuber E.

Zeugwart:                                                      Gottschall G.

Fußball-Spartenleiter:                                   Gärtner F.

Fußball-Jugendleiter:                                   Haile E.

Jugendleiter:                                     Beck H.

Beisitzer:                                                       Baumeir J.

Schmidt W.

 

1953. Durch den Weggang von Fritz Schiller, der sich aufs Beste für den Nachwuchs eingesetzt hatte, tat sich eine Lücke auf. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet. Möge durch diese Zeilen unser Fritz in der Geschichte des Vereins weiterleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Madchen Turnerriege 21. 6. 1953; stehend v. l.: Übungsleiterin Eitelhuber Emmi, Schlicker Anneliese, Baierl Lotte, Eitelhuber Gabriele, Schütter Gerda, Fitzke Ingrid, Krepp Christa; sitzend v. l.: Buchner Ulrike, Gerlinde, Schmid Gisela, Biedesberger, Brandner, Hartmann.

Unsere Jugend konnte das Jugendturnfest wegen Omnibus-Schwierigkeiten nicht mitmachen. Die Fa. Schilhab aus Neuburg versetzte den TSV.

Zum Ausgleich wurde eine Ferienfahrt für unsere Jugendlichen nach Weilheim und Eichstätt unternommen. Es war ein schöner Tag. Unsere Jugend badete und paddelte in der Altmühl. Auch bei den Turnertreffen in Geisenfeld und Aichach waren Pöttmeser Sportler vertreten.

Stolz kann der TSV aber vor allem auf seinen alten Turner Willi Schmidt sein, der als einziger beim Deutschen Turnfest in Hamburg dabei war. Er errang trotz starker Konkurrenz den 32. Platz.

Trotz des Abgangs von Max Stemplowski zum BCA nach Augsburg konnte die Fußball-Jugend dank des starken Engagements von Ernst Haile, der diese Jugend geformt hatte, ihren Spitzenplatz behalten.

Der Altstar der Geräteturner Hans Seehütter erklärte seinen Rücktritt als Oberturnwart wegen Arbeitsüberlastung. Neuer Oberturnwart wurde Willi Schmidt, Michael Weber trat aus gesundheitlichen Gründen nach 25jähriger Tätigkeit im Ausschuß als 2. Vorstand und Schriftführer zurück.

Adolf Schreiner wurde neuer Schriftführer.

Im Juli 1954 schließt sich eine Tennisabteilung dem TSV an; der Verein stellte das Gelände kostenlos zur Verfügung. Die Mitglieder der Tennis-Abteilung müssen den Platz auf eigene Kosten erstellen und führen eigene Kasse und Verwaltung. Spartenleiter bei der Tennis-Abteilung ist Hugo Käufl, der auch dem Ausschuß angehört.

Die Einzäunung des Sportplatzes ist abgeschlossen. Die Pöttmeser Fußball-Jugend bekommt hohen Besuch durch die Jugend von Bayern München. In einem Freundschaftsspiel verliert Pöttmes 3:6. In dieser Zeit wechselten zahlreiche Jugendturner zu “König Fußball”. Man muß es offen einmal aussprechen, die Umstände, unter denen der Turnbetrieb lief (im Keller der Platzwartwohnung) war alles andere als erfreulich. Es wurde viel über einen Hallenbau gesprochen, auch Pläne wurden eingereicht, aber es passierte nichts.

Nach dem Weggang von Turnwartin Emmi Eitelhuber, der der Verein zu großem Dank verpflichtet ist, entstand auch im Training der weiblichen Jugend eine große Lücke.

24. April 1955. Im letzten Vereinsspiel gegen den SV Hörzhausen verabschiedete sich die 1. Fußball-Mannschaft mit einem 2:2 von ihrem Publikum und spielt in der kommenden Saison in der C-Klasse.

Die Jugend-Fußballer, in deren Reihen sich mehrere ehemalige Jugend-Turner befinden, wurden unter Ernst Haile schwäbischer Jugendmeister Ost.

Turnerinnen und Turner waren beim Bezirksturnfest in Schrobenhausen und brachten zahlreiche Siege mit nach Hause.

Am 5. – 7. August 1955 fand das Jubiläum Turn- und Sportfest des Kreises Oberbayern in Fürstenfeldbruck statt. Der TSV beteiligte sich mit einer Abordnung und stellt 5 Sieger und 4 Siegerinnen.

 

Die Weihnachtsfeier des TSV bietet ein gutes und reichhaltiges Programm, das allgemeine Anerkennung findet. Es beteiligten sich die weibliche Turnjugend unter Leitung von Maria Neugebauer und die männliche Turnjugend unter Leitung von Josef Bartenschlager und Kurt Schlaegel. Die musikalische Ausgestaltung übernahm wie im vorigen Jahr ebenfalls mit gutem Erfolg der Pöttmeser Kirchenchor unter 2. Vorstand Adolf Schreiner.

 

7./8. Juli 1956. 46 Wettkämpfer und Wettkämpferinnen beteiligten sich beim Bezirksturn- und Jugendturnfest in Gaimersheim. Von den Turnerinnen konnten sich Erika Ledl, Hannegret Kaiser und Maria Schmidt am besten plazieren. Beste Turner waren Dietmar Schmidt, Dieter Fitzke, Franz Neff, Josef Baumeir und Josef Paula.

Bei den Fußballern geht es aufwärts: in einem Freundschaftsspiel wird der C-Klassen-Meister SSV Petersdorf 19:2 besiegt.

17. September 1956. Der TSV tritt dem Verkehrs- und Verschönerungsverein bei.

16. September 1956. Die Tennis-Abteilung stellt sich zu einem Freundschaftskampf gegen den TC Egling und gewinnt.

19. November 1956. Die 1. Fußballmannschaft erringt die Herbst-Meisterschaft der C-Klasse.

1956 ist das Pöttmeser Weihnachts-Schauturnen eines der besten der letzten Jahre.

17. April 1957. Generalversammlung mit Neuwahl im Café Wiesengrund. Die Wahl bringt ein paar Änderungen. 1. Vorstand Richard Steib, 2. Vorstand und Schriftführer Adolf Schreiner, Kassier Heinrich Siegmann, Oberturnrat Willi Schmidt, 1. Jugendturnwart Josef Bartenschlager, 2. Jugendturnwart Dieter Fitzke, Frauenturnwartin Maria Neugebauer, Spartenleiter Willi Diener, Jugendfußball-Leiter Alfons Eitelhuber jun., Beisitzer Josef Perkammer, Hermann Dollinger.

1. März 1957. Die Turner bekommen im Postwirtgebäude einen Raum von der Marktgemeinde zur Verfügung gestellt. Hier werden nun laufend die Turnübungsstunden abgehalten.

 

17. März 1957. Pöttmes erringt die Meisterschaft der C-Klasse Aichach durch einen 7:3 Erfolg über den SSV Laimering und beendet ungeschlagen die Meisterschaftsspiele.

26. Dezember 1957. Große Bühnenschau bei der Weihnachtsfeier. Es wirkten mit als Gäste die weibliche Turnerriege des ESV Ingolstadt mit Tanz und Gymnastik­vorführungen unter der Leitung von Bezirksoberturnrätin Gretl Moser. Unsere Turnerinnen und Turner zeigen Übungen am Barren. Die Fußballer beteiligten sich mit Springen über Bock und langes Pferd.

29. Dezember 1958. Der Ehrenvorsitzende und Gründungsmitglied Ludwig Käufl begeht seinen 80. Geburtstag. Der Ausschuß überreicht eine Ehrengabe.

23. Mai 1958. Adolf Schlaegel wird anläßlich seines 70. Geburtstages zum Ehrenmitglied des TSV Pöttmes ernannt.

20. April 1958. Der TSV Pöttmes holt sich mit einem Torverhältnis von 76:33 und Punktverhältnis von 25:11 den Meistertitel der B-Klasse.

Die Tennisabteilung bestreitet ab Pfingsten Verbandsrunden-Spiele. Ein großes Hindernis ist der Bach, der durch die Tennisanlage fließt. Während die Verrohrung des Baches die Marktgemeinde übernommen hat, wurden die Rohre vom TSV bezahlt. Letztere Baumaßnahme wurde von einem Teil der Mitglieder einer scharfen Kritik unterzogen.

8. Juni 1958. Erste Punkte für die Tennisabteilung durch einen 5:4 Erfolg über den TC Mering.

2. August 1958 Kameradschaftsabend mit Ehrung der 1. Fußballmannschaft im Café Wiesengrund.

17. August. Der TSV beteiligt sich mit einer Abordnung am Festzug der Trachtler anläßlich des 33. Donaugaufestes in Pöttmes.

21. August. Ehrenmitglied Adolf Schlaegel gestorben.

31. August 1958. Sensationeller Start des TSV Pöttmes. Zentraler SC Augsburg mit 3:1 Toren sicher ausgespielt.

Der TSV kann heuer die traditionelle Weihnachtsfeier nicht durchführen, da kein Saal zur Verfügung steht.

31. Dezember 1958. Enttäuschung für die Fußballer; die 1. Mannschaft steht leider am Tabellenende.

17. Januar 1959. Turnerball in den Kronenlichtspielen.

Die Neuwahl bei der Generalversammlung am 30.4.1959 bringt doch gewisse Änderungen:

1. Vorstand:                                       Richard Steib

2. Vorstand:                                       Willy Schmidt

1. Schriftführer:                                             Alfons Eitelhuber

2. Schriftführer:                                             Heinrich Siegmann

1. Kassier:                                                     Walter Götz

2. Kassier / Platz- und Gerätewart:   Josef Bilzer

Abteilungsleiter für Fußball:             Willi Diener

Abteilungsleiter für Tennis:              Hugo Käufl

Abteilungsleiter für Leichtathletik:  Josef Lindauer

Platzwart:                                                       Josef Brugger

Turnwartin:                                        Resi Veit

Propaganda und Pressewart:            Willi Diener

Beisitzer:                                                       Georg Perkhammer

Artur Schulz

 

Es ist aus dieser Zeit wenig sportliches zu berichten; Turnen und Leichtathletik wurden sehr klein geschrieben.

In der Jahreshauptversammlung am 30.4.1960 konnte 1. Vorstand Steib Ehrenmitglied Rohrmüller sen., den Vorsitzenden des BLSV, Bezirk Schwaben, Herrn Eberhard und Herrn Schiele vom Jugend-Sportgericht begrüßen. Man gedachte der Verstorbenen im abgelaufenen Vereinsjahr, Johannes Reichsfreiherrn von Gumppenberg, der ein großer Förderer des Vereins war, des Ehrenvorsitzenden Ludwig Käufl, Herrn Karl Herzner, sowie Johann Weiss. Vorstand Steib hob im besonderen die Leistungen der Abteilungen Fußball und Tennis hervor.

Während die 1. Fußball-Mannschaft B-Klassenmeister und die 1. Jugend Gruppenmeister wurde, konnte die Abteilung Tennis den fast vollständigen Ausbau ihrer Platzanlage aufweisen. Die Gruppenspiele wurden mit einem beachtlichen Tabellenplatz abgeschlossen. Als Sorgenkind stellt sich immer noch die Stamm­abteilung Turnen dar.

Da der artesische Brunnen keine Leistung mehr brachte, wurde zu den Waschgelegenheiten und in die Platzwartwohnung eine Wasserleitung verlegt.

Die Verrohrung des Baches zwischen Tennisplatz und Brücke ist durch freiwillige Spenden gesichert.

Die Fußballer, an der Spitze Willi Diener, und Jugendleiter Kummer schufen in vielen freiwilligen Arbeitsstunden eine überdachte Tribüne. Die Zuschauer können nunmehr bei jeder Witterung dem Spielverlauf zuschauen. Es hat viel Schweiß und Idealismus gekostet.

Kurt Schlaegel ist von der Abteilung Tennis als Ausschußmitglied benannt worden, da Hugo Käufl eine vorausgegangene Sitzung im Zorn verließ.

Bevor eine Renovierung des Fußballplatzes vorgenommen werden konnte, mußte erst ein Ausweichplatz vorhanden sein. Verhandlungen mit Herrn Ziegler wurden aufgenommen.

Am 12.3.1962 bei einer Ausschußsitzung überreichte Richard Steib den Ausschußmitgliedern seine schriftliche Rücktrittserklärung als 1. Vorstand des TSV Pöttmes, welche zur Kenntnis genommen wurde.

In der Jahreshauptversammlung, die im Bräustüberl stattfand, erklärte Richard Steib, gesundheitliche Gründe würden ihn zu diesem Entschluß zwingen.

Der Wahlausschuß unter Leitung von Rektor Haugg sprach dem scheidenden Vorsitzenden für seine 12jährige Tätigkeit in bewegten Worten Dank und Anerkennung aus. Die Wahl zum 1. Vorstand fiel auf Michael Weber. Dieser erklärte, er betrachte seine Wahl als kommissarische Beauftragung bis zur nächsten Generalversammlung 1963.

Bei herrlichem Wetter wurde der diesjährige Götz-Wandertag des TSV Aichach, der an Christi Himmelfahrt nach Pöttmes führte, zu einem großen Erfolg. Ein Grund dieser Wanderung mit fast 100 Teilnehmern, war eine Art Werbeaktion, um dem Turnen in Pöttmes wieder neuen Aufschwung zu verleihen.

Durch unermüdlichen Einsatz ist es Vorstand Weber gelungen, wieder eine Anzahl Jungen und Mädchen für das Turnen zu interessieren. Es wurde unter seiner Leitung und mit Unterstützung von Hans Seehütter sowie Dieter Fitzke eifrig geübt.

Herr Niko Buchner wurde geladen, um über verschiedene Platzangelegenheiten zu sprechen; er wurde beauftragt, über einen eventuellen Erwerb des Platzes südlich des Sportfeldes Verbindungen aufzunehmen.

Die 1. Fußballmannschaft des TSV ist in diesem Jahr wiederum Meister der B-Klasse Aichach geworden und steigt in die A-Klasse auf.

Im Jahr 1963 wurde im wesentlichen die Renovierung der Fußballanlage voll in Angriff genommen um so schnell wie möglich wieder einen gesicherten Spielbetrieb durchführen zu können.

Viele Helfer, Freunde und Gönner des Vereins helfen tatkräftig mit. Nach vielen Kubikmetern Sand der herangefahren und durch den Gräter einplaniert werden mußte, war der Platz einigermaßen eben.

Die Generalversammlung im März 1963 beim “Kreuzwirt” bestätigte die Führung im wesentlichen.

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 24. Juli 1964 beim “Kreuzwirt”. Als Hauptthema stand wiederum der Neubau von Dusch- und Umkleide- und Toilettenräumen. Niko Buchner appellierte an alle, diesem Vorhaben zuzustimmen. Schließlich verlas Herr Weber ein Gesuch an den Pöttmeser Gemeinderat um einen Zuschuß von 10.000,– Mark zu diesem Neubau, es kam zur Abstimmung 52 Ja-, 1 Enthaltungs-, 1 Nein-Stimme.

Der Bauausschuß, Herr Schmidt, Herr Buchner und Herr Diener wurden gebeten, das Vorhaben durchzuführen. Ausweichplatz: Der Erwerb dieser Wiese wurde für DM 1.500,– einstimmig beschlossen.

Die Gemeinde lehnte den Antrag allerdings ab.

In turnerischer Hinsicht wurde jetzt beim TSV praktisch nichts mehr getan, es war auch eine Zumutung bei diesen Verhältnissen. Über einen Turnhallenbau wurde über viele Jahre geredet; es geschah aber nichts. Man brauchte für solche Projekte nicht nur Zuschüsse, sondern auch genügend Eigenkapital und das war beim TSV schon immer knapp.

Geräteturnen kann nicht ausgeführt werden, da kein geprüfter Übungsleiter zur Verfügung stand.

Am 16. Mai 1965 war im Bräustüberl die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen.

 

1. Vorstand:                           Michael Weber

2. Vorstand:                           Willy Schmidt

1. Schriftführer:                                 Wolfgang König

2. Schriftführer:                                  Werner Schmidt

1. Kassier:                                         Josef Hermann

2. Kassier:                                         Hermann Wendler

Sportwart:                                          Niko Buchner

Spartenleiter:

Tennis:                                   Miller Maria

Fußball:                                  Diener Willi

Damen-Gymnastik:    Beck Ludwiga

Jugendwart:                           Kummer Fritz

Beisitzer :                                          Hegler Rudi, Siegmann Heinrich

 

Herr Weber befand in seinen Ausführungen, daß sehr viel geleistet wurde. Vom Landessportverband wurden 4.000,– Mark als Zuschuß und 1.000,– Mark als Darlehen gewährt. Kassier Hermann ging mit den Geldern sparsam um. Der Platzbau beanspruchte natürlich die größte Summe.

In der Fußball-Abteilung waren 5 Mannschaften im Einsatz. Die 1. Mannschaft stieg in der vergangenen Saison wieder in die B-Klasse ab. Frau Ludwiga Beck erstattete über die Damen-Gymnastikgruppe Bericht. Es waren bereits 20 Damen, die in der Schulturnhalle ihrem Sport nachgingen.

Über die Abteilung Tennis berichtete Frl. Miller auch Erfreuliches: 2 Mannschaften nahmen an der Punktrunde teil. Am Tennisplatz war eine Flutlichtanlage erstellt worden.

Platzwart beim TSV war Heinrich Wendler, der auch die Platzwartwohnung bewohnte.

 

1967 wurde Willy Schmidt zum 1. Vorstand gewählt.

Ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 75jährigen Vereinsjubiläum stand das Jahr 1969. Das Fest wurde begangen mit Pokalturnieren im Fußball und Tennis und einem eindrucksvollen Festabend. Viele erinnern sich noch heute gerne an das gelungene Sportwochenende zurück.

Kaum waren diese Festivitäten vorüber, stand den TSV-Verantwortlichen schon wieder der Vereinsalltag ins Haus und der hieß in diesem Fall “Sportheimumbau”.

Und wie 25 Jahre später bei der Errichtung des ganz neuen Clubheims ging es auch damals nicht ohne Idealisten, Sportbegeisterte  und im positiven Sinne Verrückte, die durch die Ableistung zahlloser Arbeitsstunden die Realisierung des Projektes erst ermöglichten.

An anfallenden Kosten wurden vorab 16.000,– DM bis 18.000,– DM errechnet, seinerzeit viel Geld für die marode TSV-Kasse, andererseits ein Betrag in einer Größenordnung, über die man heute leise vor sich hinlächelt. Dennoch mußte die Geldbeschaffung von der Vorstandschaft als sehr dringlich betrachtet werden. Mit entsprechend großem Engagement wurde sie in Angriff genommen und auch bei der Gemeinde und beim Landkreis erfolgreich betrieben.

Pfingsten 1971 war es dann soweit: die neuen Anlagen konnten feierlich eingeweiht werden.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden dem TSV-Vorstand Willy Schmidt für seine Verdienste um den Sport das Ehrenzeichen in Silber mit Gold des Deutschen Sportbundes überreicht.

Veranstaltet wurde ein Fußballturnier, das der Gastgeber im Elfmeterschießen gegen Affing gewinnen konnte und gefeiert wurde beim gleichzeitig stattfindenden Volksfest.

Im gleichen Jahr konnte die jüngste TSV-Abteilung der Tischtennisspieler ihren ersten Erfolg, den Aufstieg in die Kreisliga 2 vermelden.

Am 29. Juni 1971 verstarb dann plötzlich und unerwartet der 1. Vorstand Willy Schmidt. Der TSV verlor in ihm nicht nur einen hervorragenden Sportler, sondern auch ein menschliches Vorbild und einen erfolgreichen Vereinsführer.

Das Vereinsleben mußte weitergehen. Adolf Tscherne übernahm kommissarisch die Amtsgeschäfte, Willi Diener den Posten seines Stellvertreters. 1972 wurden beide dann in diese Ämter gewählt, und sie sollten bis 1989 eine gewichtige Epoche TSV-Geschichte gestalten.

Nach den Olympischen Spielen in München wurde im Oktober 1972 nach Renovierung und Erweiterung ein Clubheim der ganz eigenen, individuellen Art, das legendäre “Tennishäuserl”, eingeweiht. Wie immer gab es auch bei diesem Bau viele Arbeitswillige, die mit unzähligen, freiwillig geleisteten Stunden dafür sorgten, daß die Idee des Initiators Niko Buchner und seiner aktivsten Mitstreiter Helmut Beck und der Familie Käufl verwirklicht werden konnte. Dabei wurde ein Kleinod geschaffen, das auch heute noch weit und breit seinesgleichen sucht. Denn der Sterilität der seinerzeit vorherrschenden Sportbau-Architektur wurde hier konsequent die Ausstrahlung gemütlicher Atmosphäre entgegengesetzt.

Immer wieder stand in diesen und all den folgenden Jahren der Plan zur Erweiterung des TSV-Geländes und der Bau eines neuen Betriebsgebäudes im Mittelpunkt der Aktivitäten der Vorstandschaft. Dabei gelang es ihr, 1973 ein Randstück am Sportplatzgelände zu einem günstigen Preis zu erwerben.

Im darauffolgenden Jahr feierte der Markt Pöttmes seinen 650. Geburtstag. An den Feierlichkeiten beteiligte sich auch der Verein durch die szenische Gestaltung der Markterhebung. Viele Mitglieder leisteten einen wesentlichen Beitrag zum guten Gelingen.

Am Umzug nahmen auch die Fußballer mit der Darstellung einer Turngruppe in alter Turnbekleidung teil.

Die erst im Winter vorher angegliederte Ski-Abteilung löste sich aus finanziellen Gründen wieder auf. Als unabhängiger Verein besteht der Ski-Club Pöttmes aber heute noch.

Ebenso konnte eine Basketball-Abteilung nur ca. drei Jahre am Leben erhalten werden. Es mangelte einfach am Interesse für diesen Sport.

Man sieht, daß auch damals schon viele gute Ideen nicht konsequent in die Tat umgesetzt werden konnten. Schade!

Eine der nächsten Vorstellungen sollte allerdings realisiert werden können und sich zu einem Volltreffer entwickeln!

Alles fing fast harmlos an im Januar 1975, als an die Herausgabe einer eigenen Vereinszeitschrift, des späteren “SPORT-ECHO” gedacht wurde. Diese Idee sollte zum absoluten Hit im Altlandkreis werden: Eine regelmäßig erscheinende Zeitung als Plattform zur Darstellung des Vereins nach außen, vollgepackt mit Informa­­­tionen über den TSV und seine Abteilungen; um eine möglichst große Öffent­­­­lich-­keitswirkung zu erzielen, wurden die einzelnen Ausgaben an alle Haushalte in der Marktgemeinde verteilt.

Herausgeber war der Verein, die Schriftleitung hatten Werner Komarek und Heinz Tschernek. Das finanzielle Konzept sah vor, die anfallenden Kosten durch Anzeigen der Pöttmeser Geschäftswelt zu decken; ein Gewinn für den TSV sollte nicht erwirtschaftet werden!

Vorstand Adolf Tscherne wurde zum Motor der Verwirklichung des Projekts. Eine gelungene Sache, die leider 1989 mit der 111. Ausgabe wieder beendet wurde. Schriftleiter Josef Treffler war mittlerweile TSV-Vorstand geworden und trotz anhaltenden Suchens fand sich niemand, der bereit gewesen wäre, die Verantwortung für das “SPORT-ECHO” zu übernehmen.

Im Jahr 1980 konnte gemeinsam von den Abteilungen Fußball und Tennis der überfällige Kinderspielplatz auf dem TSV-Gelände geschaffen werden.

Auch Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger-Jahre stand in zahlreichen Sitzungen und Besprechungen der Vorstandschaft die Planung einer neuen großzügigen Sportanlage für den TSV im Brennpunkt. Leider konnten alle diese Pläne – aus welchen Gründen auch immer – nicht verwirklicht werden, mit Ausnahmen, auf die ich später zurückkommen werde.

Am 1. Oktober 1984 übernahm die Fußball-Abteilung die Bewirtschaftung des Vereinsheims. Sicherlich keine Notlösung, angesichts der Tatsache, daß es bei einer Effektiv-Pacht von DM 50,– nicht möglich war, überhaupt einen Pächter zu finden.

Natürlich bedeutete diese Entscheidung auch für die einzelnen Mitglieder der Sparte viele ehrenamtliche, unbezahlte Stunden – bis weit in die Nacht hinein!

Andererseits konnte dadurch aber eine weitaus höhere Anzahl an Gästen verzeichnet werden, denn ins TSV-Clubheim zu gehen, war plötzlich wieder “IN”!

Durch diese erfreuliche Entwicklung wurde es der Abteilungsleitung möglich, die Pacht aus freien Stücken auf einen stattlichen Betrag anzuheben.

Eine Spendenaktion wurde ebenfalls gestartet, um die geplante Erweiterung des Sportgeländes in Bewegung zu bringen. Im Juli 1985 konnte endlich mit dem Bau des zweiten Fußballplatzes begonnen werden.

Im gleichen Jahr mußte auch ein Platz auf der Tennisanlage renoviert werden; die darüber aufgebaute Traglufthalle hatte sich den Witterungsbedingungen als nicht mehr gewachsen erwiesen, war eingestürzt und dabei irreparabel beschädigt worden. Natürlich wurde dadurch auch der Platz selbst arg in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Jahr später war es dann soweit: der neue Fußballplatz konnte am 27. Juli 1986 mit großem Programm eingeweiht werden, und Adolf Tscherne hatte zusammen mit allen seinen Mitarbeitern eines der angestrebten Ziele erreicht. Wer eine Vorstellung davon hat, welche administrativen und organisatorischen S­chwierig­-keiten zu bewältigen waren, kann Einsatz und Leistung von Tscherne, Diener, Sauerlacher und Co nicht hoch genug einschätzen. Auch der Gemeinde ist Dank zu sagen, ebenso allen Helfern und Spendern.

Kurt Sauerlacher schaffte es noch, mit einer von ihm initiierten Spendenaktion den Bau einer dringend erforderlichen Flutlichtanlage zu ermöglichen, ohne daß dadurch die ohnehin schon strapazierte Vereinskasse zusätzlich belastet wurde.

Der Gedanke an eine weitere überfällige Baumaßnahme, der Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes, mußte aber wenn schon nicht begraben, so doch für einen längeren Zeitraum vergessen werden.

Fieberhaft suchte man im Jahre 1989 Kandidaten für die beiden höchsten Vereinsämter, denn nach 17 Jahre an der Spitze des TSV traten Adolf Tscherne und Willi Diener zurück und leiteten damit einen Generationswechsel ein.

Unwahrscheinlich viel hatten beide für den Verein geleistet und erreicht. Adolf Tscherne in der Arbeit für den Sport ein “Multi” mit vielen Ämtern im Verein und Verbänden, übernahm den TSV Pöttmes mit Schulden und wenig Zusammenhalt in den Abteilungen. Der “Steirer-Schädel” (Tscherne über Tscherne) zeigte Durchsetzungskraft, eine Portion Sturheit und legte enorme Energien an den Tag, wenn es galt, für seinen Verein etwas einzufordern. Wurde er aus einem Büro oder Amtszimmer hinauskomplimentiert, marschierte er durch Vorzimmer wieder hinein, um so lange die Vereinsinteressen zu vertreten, bis er wenigstens einen Teilerfolg verbucht hatte.

Ging’s um TSV-Belange, war er kompromißlos, und es gelang ihm immer wieder, Geld vom BLSV oder der Gemeinde locker zu machen. Einen brennenden Wunsch konnte er sich und dem Verein nicht erfüllen: den Bau eines neuen Betriebsgebäudes. Der sollte seinem Nachfolger Josef Treffler vorbehalten bleiben.

Über Willi Diener und seine Verdienste um den Pöttmeser Sport noch Worte zu verlieren, hieße Wasser in die Donau schütten. Er ist jetzt mehr als 40 (!) Jahre ununterbrochen in irgendeiner verantwortlichen Position für den TSV tätig, war fast 20 Jahre lang Abteilungsleiter des Fußballressorts, arbeitet heute noch im Alter von fast 75 Jahren als Pressereferent, Zeugwart und Stadionsprecher für seine Kicker; worum er sich sonst noch im Interesse des Vereins kümmert, weiß wahrscheinlich nur er selbst. Nach wie vor gibt er seine unschätzbare Erfahrung in Sachen Sport an die Jüngeren weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehrenmitglieder: Nico Buchner, Adolf Tscherne, Willi Diener

Treffler und sein Stellvertreter Johann Meyr gingen sofort daran, die Planung und Verwirklichung eines neuen Betriebsgebäudes wieder aufzugreifen. Das vorliegende Konzept galt als überholt. Die Vorstandschaft versuchte, die Gemeinde in die Pflicht zu nehmen. Noch im März 1991 war man sich darüber einig, daß es bei der finanziellen Situation des Vereins unmöglich sei, ein solches Projekt zu realisieren.

Dennoch wurden die Aktivitäten nicht eingestellt. Hermann Sturz brachte die Baupläne unter Verzicht auf ein Honorar eingabefertig zu Papier. Josef Treffler ließ sich dann auf einer außerordentlichen Generalversammlung die Genehmigung zum Bau erteilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Clubheim Neubau 1994

 

Zuschüsse vom Bezirk, Landkreis und vor allem der Marktgemeinde Pöttmes halfen enorm, dieses neue Clubheim hinzustellen.

Es hätte dennoch nicht geklappt, wären nicht von vielen Mitgliedern, insbesondere der Fußball-Abteilung, phänomenale Eigenleistungen erbracht worden. Einzelne hervorzuheben, würde der gemeinsamen Sache nicht gerecht.

Im Juni 1992 wurde mit dem Abriß begonnen; die Zeit drängte, denn rechtzeitig zur 100-Jahr-Feier sollte der Bau fertiggestellt sein. Dies wurde auch geschafft.

100 Jahre ist der TSV jetzt alt. Viel Arbeit wurde geleistet, viele Ziele verwirklicht.

Die Gründungsväter würden stolz sein, könnten sie miterleben, was der TSV Pöttmes heute ist:

Ein mitgliederstarker Verein mit fünf intakten Abteilungen und einem mit viel Liebe geschaffenen Sportgelände.

 

1. Vorstände

 

1894 – 1896                  Dr. Rauh

1896 – 1922                  Andreas Prokosch

1922 – 1931                  Ludwig Käufl

1931 – 1937                  Adolf    Schlaegel

1937 – 1946                  Eduard Haile

1946 – 1947                  Hans    Seehütter

1947 – 1948                  Michael Weber

1948 – 1951                  August Öttl

1951 – 1962                  Richard Steib

1962 – 1967                  Michael Weber

1967 – 1971                  Willy Schmidt

1971 – 1972                  Adolf    Tscherne (kommissarisch)

1972 – 1989                  Adolf    Tscherne

1989 – heute                 Beppo Treffler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pöttmeser Fußball von der Gründung bis Heute

 

Im Jahre 1922, zu der Zeit also als der 1. FC Nürnberg und die SpVgg Fürth den deutschen Fußball dominierten und ganz alleine die Nationalmannschaft stellten, wobei sich die Spieler der beiden Vereine allerdings keines Blickes würdigten, zu der Zeit, als der FC Wacker München noch die erste Kraft im Münchner Fußball war, hielt diese Sportart auch in Pöttmes ihren Einzug. Karl Herzner, Josef Weichselbaumer und Michael Weber bündelten ihre Anstrengungen, den Fußballsport hier zu organisieren und gründeten einen Verein, der sich als Abteilung dem TV Pöttmes anschloß.

An der sogenannten Kellerbreite zwischen der Firma Heuser und der alten Kegelbahn befand sich der Fußballplatz. Die ersten Spiele wurden gegen Ludwigsmoos und Burgheim ausgetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 1

 

 

Auf dem Bild von links nach rechts stehend:

J. Hammerl, Julius Schloßer, Valentin Herzner, Josef Weichselbaumer, Max Eigen.

Mittlere Reihe: Schramm, Anton Müller, Hans Seehütter,

Untere Reihe: Simon Metz, Hans Wagner und Karl Herzner

Damals herrschten anscheinend sehr strenge Sitten. Wer nicht zum Training erschien mußte 5000 Reichsmark Strafe bezahlen, wofür man im Juli 1923 zur Zeit der galoppierenden Inflation allerdings nicht einmal einen Laib Brot kaufen konnte.

Als sich die Fußballer entschlossen hatten, am Punktspielbetrieb teilzunehmen, mußten sie gleich die Erfahrung machen, daß dies mit den maßgeblichen Herren des Turnvereins nicht so einfach zu bewerkstelligen war. Die waren nämlich der Meinung, daß es sinnvoller wäre, auf dem Spielfeld Hafer anzubauen. Sachen gibt’s!

In dieser Zeit schob sich Ferdinand Rosentritt immer stärker in den Vordergrund und entwickelte sich zum ausschlaggebenden Mann der Fußballabteilung, wurde Spartenleiter und legte sich immer öfter mit dem Turnrat an, dessen Entscheidungen er häufig kritisierte. So war es eigentlich nur eine logische Folge, daß sich im Jahre 1925 die Fußballer von den Turnern trennten und den FC Pöttmes gründeten.

Dieser Verein verfügte in jener Zeit über einige ausgezeichnete Spieler. Der Torwart Josef Lintner wurde sogar von Schwaben Augsburg und einem Nürnberger Verein umworben. Der “Heala” blieb aber bei der Stange und hielt dem FC Pöttmes die Treue. Niko Buchner war ein gefürchteter Torjäger. Als die Mannschaft in einer Saison einmal ein Torverhältnis von 33 : 4 erreichte, schlug der Niko allein siebzehnmal zu!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 3

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Aufnahme entstand 1949 und zeigt v.l.n.r. stehend: Franz Etschenberger, Willi Diener, Arthur Schulz, Niko Buchner, Michael Neukäufer, Rudolf Obeser, Franz Dollinger, Oskar Russ, Hans Mahl und Betreuer Franz Wohlgemuth.

V.l.n.r. kniend: Alfons Skoresetz, Karl Barendt und Anton Hartwig.

Interessant vielleicht auch, daß bereits im Jahr 1931 die Spielgruppe “A-Klasse Ost” hieß. In ihr absolvierten die Pöttmeser ihre Punktspiele und trafen dabei auf Phönix Augsburg, BC Augsburg Reserven, Reichsbahn Augsburg, Hochzoll, FC Schrobenhausen, BC Aichach und Haunstetten.

Im Jahr 1933 wurden aufgrund der politischen Entwicklungen der TV Pöttmes und der FC Pöttmes zum TSV Pöttmes zusammengeschlossen; so heißt der Verein noch heute.

Bis die Kriegsereignisse für eine Unterbrechung sorgten, wurde in Pöttmes weiterhin Fußball gespielt.

Nach Kriegsende wurde der Spielbetrieb bald wieder organisiert und die Bezirksspielleitung Aichach setzte am 15.09.1946 schon wieder die erste Punktrunde an, an der sich natürlich auch der TSV beteiligte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 1. Jugendmannschaft gewann in der Spielzeit 1954/55 die Bezirksmeisterschaft Ost-Schwaben.

Stehend von links nach rechts: Rudolf Hegler, Hans Lenz, Hermann Lintner, Werner Herrmann, Günter Siegmann, Heinrich Siegmann.

Mittlere Reihe: Hans Hammerl, Hans Wess, Joachim Nowak, Kurt Sauerlacher, Betreuer Ernst Haile.

Vordere Reihe: Karl Feiger, Helmut Walther und Michael Linder.

In dieser Zeit gab es häufige Wechsel in der Abteilungsleitung. Bis zum Jahre 1950 bekleideten Josef Weichselbaumer, Richard Donderer, Franz Etschberger und Alfons Eitelhuber sen. das Amt des Spartenleiters.

Mitte 1950 übernahm dann Karl Herzner diesen Posten. Zu seinem engsten Mitarbeiter wurde Ernst Haile, der seinerzeit als Jugendtrainer die Grundlage für erfolgreichere Pöttmeser Fußballtage schuf.

Mitte 1954 herrschte dann Alarmstufe I. Der Pöttmeser Fußball stand vor dem Zusammenbruch! Die Mannschaften sollten vom Punktspielbetrieb zurückgezogen werden.

In dieser schweren Stunde erklärte sich Willi Diener bereit, die Abteilungsführung zu übernehmen. Er sollte sich als wahrer Glücksgriff für die Fußballer erweisen! Denn läßt man das Pöttmeser Fußballgeschehen nach 1945 einmal Revue passieren, so stößt man unweigerlich immer wieder auf den Namen Diener. Ob als Abteilungsleiter, Schriftführer, Pressewart, Chronist, Zeugwart oder ganz einfach “Mädchen für alles” – immer wieder muß Willi Diener erwähnt werden. Man darf mit Sicherheit behaupten, daß in der Marktgemeinde niemand existiert, der bis heute für die Fußballer mehr Freizeit geopfert und Idealismus gezeigt hat als

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 5

 

 

 

 

 

 

 

Von links nach rechts: Abteilungsleiter Willi Diener, Willi Schlicker, Heinrich Siegmann, Rudolf Hegler, Arthur Schulz, Paul Ottinger, Josef Stemplowski, Lorenz Heilmeier, Hans Hammerl, Josef Rath, Hermann Dollinger, Kurt Sauerlacher, Ernst Haile, Hans Wess und Betreuer Alfons Eitelhuber.

Willi Diener. Auch heute noch hat er zahlreiche Ämter und Aufgaben inne und ist nach wie vor ein unentbehrlicher und unermüdlicher Mitarbeiter der Fußballabteilung.

Er führte die Sparte Fußball ununterbrochen bis 1974. Große Unterstützung fand Willi Diener in den ersten Jahren seiner Tätigkeit in Alfons Eitelhuber jun..

 

Aushängeschild der Abteilung war schon damals die Jugendabteilung, die unter Ernst Haile mit der A-Jugend mehrmals um die Ostschwäbische Meisterschaft kämpfte und dem Seniorenlager eine ganze Reihe guter Nachwuchsspieler lieferte. So konnte mit einer spielstarken Truppe 1957 die C-Klassen-Meisterschaft errungen werden.

Mit praktisch unveränderter Mannschaft wurde schon im nächsten Jahr der Durchmarsch in die A-Klasse geschafft. Das entscheidende Spiel um den Titel fand beim hartnäckigsten Verfolger FC Tandern statt. Etwa 400 Fans stärkten der Pöttmeser Elf, die durch ein Tor von Hans Öhler mit 1:0 gewann, den Rücken.

Die A-Klasse war aber leider zu stark für unsere Mannschaft, so daß sie im darauffolgenden Jahr wieder den Weg in die B-Klasse antreten mußte.

Durch ihre Leistungen hatten einige Pöttmeser Akteure auch andernorts auf sich aufmerksam gemacht. Bekannte bayerische Vereine zeigten Interesse an unseren Spielern. Rudolf Hegler hatte ein Angebot von Jahn Regensburg und Schwaben Augsburg wollte Heini Siegmann verpflichten. Beide hielten aber dem TSV die Treue.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Bild 6

 

Von links nach rechts: Kurt Sauerlacher, Helmut Walther, Benedikt Auerbacher, Josef Rath, Hans Hammerl, Rudolf Hegler, Günter Siegmann, Heinrich Siegmann, Werner Herrmann, Dieter Fitzke und Johann Hasenfratz.

1961 wurde der TSV Pöttmes erneut Meister der B-Klasse und stieg wieder auf. Leider hatte 1962 der Fahrstuhl wieder den Weg nach unten eingeschlagen, und die von dem Schrobenhausener Hans Lindler trainierte Mannschaft stieg ab.

Danach konnte Adolf Walther als Spieler gewonnen werden. Prompt stieg man wieder auf und konnte sich jetzt immerhin ein Jahr in der Klasse behaupten; nach der zweiten Saison stieg man allerdings ab.

Viel wichtiger war damals aber, daß 1962 eine AH-Mannschaft ins Leben gerufen wurde, die für jeden Fußballverein eine selbstverständliche Einrichtung sein sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Bild 7

 

 

 

 

 

Eine Pöttmeser AH-Mannschaft aus dem Jahr 1962.

Von links nach rechts: Hermann Dollinger, Hans Figal, Walter Bilzer, Josef Bartenschlager, Franz Weidenhiller, Arthur Schulz, Josef Stemplowski, Willi Schlicker, Josef Weissenburger, Ludwig Mayr und Josef Hermann.

 

Auf Adolf Walther folgten Günter Siegmann und Rudolf Hegler als Trainer.

Im Jahr 1974 trat Willi Diener nach 20jähriger Tätigkeit als Abteilungsleiter zurück. Sein Nachfolger wurde Josef Hermann. In den Jahren 1976/1977 hieß der Abteilungsleiter erneut Willi Diener, ehe er diesen Posten für Josef Neff zur Verfügung stellte.

Sie alle mühten sich nach Kräften und versuchten alles, den TSV Pöttmes aus der C-Klasse wieder nach oben zu bringen. Durch hervorragende Jugendarbeit konnten zahlreiche Jugendspieler an den Seniorenbereich herangeführt werden.

Höhepunkte waren in diesen Jahren die Jugendturniere über die Pfingstfeiertage. Daran beteiligten sich unter anderen auch die Mannschaften von Bayern München und 1860 München.

 

 

 

 

 

 

 

                        Bild Nr. 8

 

 

 

 

 

 

Die C-Jugendmannschaft der Saision 1977/1978.

Stehend von links nach rechts: Horst Brandner, Hannes Golde, Robert Mitterhuber, Bernd Hüttl, Josef Reeg, Anton Meyr, Betreuer Johann Aug. Knieend: Klaus Golde, Richard Hirschinger, Wolfgang Rott, Anton Neukäufer und Peter Wenger.

 

 

 

 

 

 

                        Bild 9

 

 

 

 

 

Dieses Team gewann im Jahr 1980 die C-Klassenmeisterschaft.

Stehend von links: Betreuer Karl Reisner, Trainer Alwin Berger, Rudolf Lutterschmid, Hans Hasenfratz, Manni Rein, Ulrich Reidinger, Josef Lenz, Anton Mitterhuber, Peter Wegele, Abteilungsleiter Kurt Sauerlacher.

Vordere Reihe: Masseur Regnet, Peter Hirschmüller, Josef Strohhofer, Carly Brosi, Ferdinand Birkmeir, Paul Hohler und Andreas Haas.

Alwin Berger übernahm dann das Amt des Seniorentrainers. Bald darauf wurde ein Förderkreis “Fußball” ins Leben gerufen, der der Abteilung mit Rat und Tat zur Seite stand. So konnten einige auswärtige Spieler gewonnen werden.

Prompt sicherte sich der TSV Pöttmes die langersehnte Meisterschaft der C-Klasse Neuburg. Der TSV war wieder salonfähig geworden, was auch durch einen 2. Platz bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres im Landkreis Aichach-Friedberg dokumentiert wird.

 

Im Mai 1980 wurde dann Kurt Sauerlacher zum neuen Abteilungsleiter gewählt.

In die neue Punkterunde startete der TSV mit dem schwäbischen Bezirks­­­­­­­­­­­-auswahlspieler Karl-Heinz Mliko, der den erfolgreichen Alwin Berger ablöste, als Spieltrainer. Am Saisonende lag unsere Mannschaft punktgleich  mit dem SV Holzheim an der Tabellenspitze. Durch einen 2:1 – Sieg am 01.06.1981 im Entscheidungsspiel in Aindling sicherte sich der TSV Pöttmes die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die A-Klasse Ost. Hannes Aug und Manni Rein erzielten die beiden Treffer.

 

 

 

 

 

 

 

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Der B-Klassenmeister hieß 1981 TSV Pöttmes.

Stehend v.l.n.r. 1. Bürgermeister Karl Hofmann, 1. TSV-Vorstand Adolf Tscherne, Betreuer Karl Reisner, Johannes Aug, Josef Lenz, Josef Jungwirth, Siegfried Scharbatke, Abteilungsleiter Kurt Sauerlacher, Peter Hischmüller, Rudolf Mitterhuber, Werner Treffler, Franz Lenz und Horst Brandner.

Vordere Reihe: Manfred Stark, Spielertrainer Karl-Heinz Mliko, Charly Brosi, Ferdinand Birkmeir, Hans Hasenfratz, Manfred Rein und Masseur Martin Regnet.

Die A-Jugend wurde im gleichen Jahr Meister und gewann auch das eigene Pfingstturnier unter ihrem Trainer Rudi Mitterhuber. Die B-, C- und D-Jugendmannschaften belegten in ihren jeweiligen Spielklassen vordere Tabellenplätze.

Einen hervorragenden 4. Rang erspielte sich der TSV als Aufsteiger in seiner ersten A-Klassen-Saison 1981/82.

Pfingsten 1982 feierten die Fußballer ihr 60jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsturnier.

Für das Spieljahr 1982/83 hatte man sich im Pöttmeser Lager einiges vorgenommen. Mit Adolf Schmid und Helmut Hasenfratz, der einige Jahre höherklassig spielte, wurde das Erfolgsteam verstärkt.

Mit der 1. Garnitur des BC Aichach lieferte man sich von Beginn an einen Kampf auf Biegen und Brechen um die Meisterschaft. Im Hinspiel in Pöttmes lag unsere Mannschaft bereits mit 0:2 zurück und hatte zudem einen Platzverweis zu verkraften. Nach großartigem Kampf vor einer imposanten Zuschauerkulisse konnte noch ein verdientes Unentschieden erreicht werden.

Im Rückspiel in Aichach trennte man sich vor wiederum zahlreichen Fans aus beiden Lagern 1:1. Heute noch spricht man von dem legendären Lattenknaller aus gut 35 Metern von Adolf Schmid. Vor dem letzten Spieltag lag der TSV einen Punkt vor dem BCA. Dem Aufstieg stand nur noch der SC Ehekirchen im Weg. Bei herrlichem Wetter ließ die Mliko-Elf nichts mehr anbrennen und siegte 6:0.

Der größte Erfolg der Pöttmeser Fußballer war perfekt und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnte ein Bezirksligaaufstieg realisiert werden. Adolf Schmid war mit 20 Toren erfolgreichster Torschütze der A-Klasse Ost.

Im 1. Bezirksligajahr schlug sich der TSV hervorragend. Man mußte zwar mehrere Wochen auf den ersten doppelten Punktgewinn warten und rangierte folglich längere Zeit auf einem Abstiegsplatz; in der Rückrunde steigerte sich die Mannschaft aber enorm. Sieg auf Sieg wurde eingefahren und am Ende der Saison konnte ein 6. Tabellenplatz verzeichnet werden.

In der Reserverunde belegte die 2. Mannschaft den 8. Platz.

Nach vier sehr erfolgreichen Jahren verließ Trainer Mliko den TSV. Sein Nachfolger wurde der Augsburger Fußballehrer Hans Geßlein, der mit der Mannschaft nur mit Mühe den Abstieg vermeiden konnte und sie auf den 10. Rang führte.

Erfolgreicher waren da 1985 die “Alten Herren” des TSV, denn sie konnten auf eigenem Platz das Marktturnier der Alt-Landkreismannschaften gewinnen.

Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau des so dringend benötigten zweiten Spielfeldes begonnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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A-Klassenmeister 1982/83

Hohler Paul, Brandner Horst, Schmid Adolf, Hasenfratz Hans, Hirschmüller Peter, Hüttl Bernd, Scharbatke Siegfried, Baierl Georg, Milko Karl-Heinz.

Kniend v. links: Rott Wolfgang, Mitterhuber Anton, Hasenfratz Helmut, Jungwirth Josef. Nicht auf dem Bild: Brosi “Charly”

 

War unsere Mannschaft mit einigen Verstärkungen ambitioniert in die neue Saison gestartet, so fand sie sich bald auf dem rauhen Boden der Tatsachen wieder. Nach 13:15 Punkten und einigen deftigen Niederlagen mußte Hans Geßlein seinen Hut nehmen; für ihn kam als Nachfolger der heutige Manager des FC Augsburg Fritz Bäuml. Obwohl er sich sehr engagiert zeigte, führte der TSV-Weg steil bergab. Kein einziger Punktspielsieg konnte mehr errungen werden und so stieg der TSV nach drei Jahren Bezirksliga sang- und klanglos wieder in die A-Klasse ab.

Obwohl damals die erste Mannschaft absolute Priorität besaß, ließ der Verein die Jugendarbeit keinesfalls schleifen. Die Früchte dieser intensiven Nachwuchs-förderung sollten schon bald geerntet werden können. Die Jugendmannschaften A, B und C belegten in der Runde 1985/86 vordere Plätze, die D-Jugend mit dem Betreuer Heini Siegmann wurde sogar Meister und stieg in die Kreisklasse auf.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga war für die Abteilungsleitung Schadensbegrenzung die Devise. Um den freien Fall in die B-Klasse zu verhindern, wurde Manfred Deutschmann als Spieltrainer verpflichtet. Die Mannschaft konnte

sich wieder fangen und erreichte in der Saison 1986/87 einen fünften Platz, obwohl einige Spieler den Verein verlassen hatten.

D- und C-Jugend kamen zu Meisterehren, und auch die restlichen Jugend­­­­-mannschaften wußten zu gefallen.

1986 gründete Ludwig Eisenhofer eine F-Jugend (5 – 6 Jahre). Sein Name steht seit dieser Zeit – stellvertretend für alle Jugendtrainer und Betreuer – für bravourösen Einsatz für die Fußballjugend.

Ebenfalls im Jahr 1986 konnte das 2. Spielfeld fertiggestellt und im Rahmen einer großen Feier eingeweiht werden. Durch eine gezielte Spendenaktion war es möglich, eine hochwertige Flutlichtanlage zu finanzieren. Abteilungsleiter Kurt Sauerlacher und seine Mitarbeiter haben sich hierfür große Verdienste erworben.

In der Saison 1987/88 belegte die Pöttmeser Elf einen hervorragenden 3. Platz, der zu Entscheidungsspielen um den Bezirksligaaufstieg berechtigte. Beide Begegnungen konnten gewonnen werden. Dennoch blieb der TSV weiterhin in der A-Klasse, weil ein schwäbischer Verein den Aufstieg in die Landesliga nicht schaffte.

Die F-Jugend wurde auf Anhieb Meister in ihrer Spielklasse. Erstmals spielten auch Mädchen Fußball beim und für den TSV.

Als Nachfolger von Manni Deutschmann wurde Roland Schimek als Spielertrainer verpflichtet. Er erhielt jedoch trotz Rechtsstreit von seinem vorherigen Verein keine Freigabe und wurde somit bis zum 1. November gesperrt.

Das vom Trainer ausgegebene Saisonziel hieß Meisterschaft. Um so größer war für alle Beteiligten die Enttäuschung, als nach einer guten Vorbereitungszeit in der Punkterunde nichts mehr gelang. Spiel um Spiel wurde verloren und aus einem Aufstiegsaspiranten wurde der Abstiegskandidat Nummer eins. 7: 21 Punkte bedeuteten zur Winterpause den letzten Tabellenplatz.

Vor Beginn der Frühjahrsrunde standen bei der Fußballabteilung Neuwahlen an. Kurt Sauerlacher, der neun Jahre als Abteilungsleiter seine gesamte Freizeit für die Fußballer opferte und maßgeblichen Anteil daran hatte, daß es in Pöttmes fußballerisch steil bergauf ging, gab frühzeitig bekannt, nicht mehr zu kandidieren.

Fieberhaft wurde bei Zusammenkünften im Sportheim versucht, einen Nachfolger zu finden. Schließlich erklärte sich Helmut Hasenfratz bereit, die Abteilungsführung zu übernehmen. Als sein Stellvertreter wurde Josef Wenger, der bereits viele Jahre im Ausschuß tätig gewesen war, von der Versammlung gewählt. Oberstes Ziel der neuen Abteilungsleitung mußte es sein, den Abstieg unter allen Umständen zu vermeiden. Die Mannschaft steigerte sich enorm und nach einem 3:2 – Heimsieg gegen den SV Steingriff war der Klassenerhalt bereits eine Spielrunde vor Schluß unter Dach und Fach.

Die B-Jugend unter Josef Wenger stieg in die Kreisklasse auf und Ludwig Eisenhofers F-Jugend errang erneut den Meistertitel.

Für Schimek kehrte Alwin Berger, der es als Betreuer der A-Jugend hervorragend verstanden hatte, Talente der Seniorenmannschaft zuzuführen, an seine alte Wirkungsstätte zurück. Die ersten beiden Jahre seiner Tätigkeit galten der Konsolidierung und der Integration von Nachwuchsspielern in die Pöttmeser Elf. Langsam – einigen Fans zu langsam – aber sicher ging der Weg in die oberen Gefilde der A-Klasse.

Auch die Jugendmannschaften wußten in dieser Zeit sehr zu gefallen, ebenso die Oldies der AH mit zwei Siegen bei den Marktturnieren. Die A-Jugend unter Trainer Bilzer holte zweimal den Meistertitel, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen. Auch B-, E- und F-Jugend sicherten sich Meistertitel in ihren Klassen. Im Landkreispokal räumten die Pöttmeser Youngsters ebenfalls mächtig ab. Nach wie vor ist die Jugendabteilung ein Aushängeschild des Pöttmeser Fußballs. Diese Arbeit fand auch ihre Würdigung in der Verleihung des Seppl-Herberger-Preises für besonders bemerkenswerte Jugendarbeit im Jahr 1991.

 

In der Saison 1991/92 holte dann die Berger-Elf zum großen Schlag aus. Die Mannschaft blieb lange Zeit ungeschlagen, wurde Herbstmeister, konnte aber den Platz an der Sonne nicht verteidigen und wurde vom SSV Petersdorf auf Rang zwei verwiesen.

Im anstehenden Relegationsspiel im schmucken Aindlinger Stadion landeten die Männer um Kapitän Jo Späth in einer unvergeßlichen Wasserschlacht gegen einen starken SC Biberbach einen 3:1 – Sieg, der von den zahlreichen mitgereisten Fans frenetisch gefeiert wurde.

Damit war der zweite Pöttmeser Bezirksligaaufstieg perfekt. Bemerkenswert und besonders erfreulich war, daß dieser Erfolg mit Ausnahme von Torjäger Kneilling mit Pöttmeser Eigengewächsen erreicht wurde. Auch dies ein Indiz für die hervorragende Jugendarbeit, die im Verein geleistet wird.

 

Weitere Erfolge der Jugendabteilung im Jahr 1992 waren die Erringung des Landkreispokals durch die E-Jugend unter ihrem Coach Heini Mayr und die erneute Meisterschaft der A-Jugend und der damit verbundene Aufstieg in die Kreisliga.

Nach einigen Startschwierigkeiten in der neuen Spielklasse steigerte sich das Team von Alwin Berger und landete am Ende auf einem mehr als achtbaren 8. Platz. Neben dem Trainer, der in seiner langjährigen Tätigkeit hervorragende Arbeit in Pöttmes leistete, verließen drei Leistungsträger den TSV. Horst Brandner, der wohl stärkste Pöttmeser Fußballer der letzten Jahre, hängte seine Fußballschuhe an den berühmten Nagel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Nr 2 Urkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Aufstiegself 1991/1992. Stehend von links nach rechts: Co-Trainer Josef Wenger, Trainer Alwin Berger, Anton Mitterhuber, Rudolf Lutterschmid, Gerhard Lenz, Günter Mayer, Lorenz Heilmeier, Robert Kneilling, Werner Weißenburger, Horst Brandner, Mannschaftsbetreuer Benno Specht.

Kniend von links: Helmut Hasenfratz, Mirko Weiß, Ludwig Guggert, Josef Späth, Helmut Reiter, Bernhard Riepold, Michael Wagner, Lothar Schafnitzl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Bild Nr. 13

 

 

 

 

AH-Marktturniersieger 1993. Stehend von links: Hermann Tradt, Hubert Baierl, Hubert Weißenburger, Werner Prähofer, Rudolf Lutterschmid, Werner Oexler, Heini Mayr, Toni Mitterhuber, AH-Coach Rudolf Hegler.

Knieend von links: Josef Späth, Hans Hasenfratz, Josef Jungwirth, Josef Weber, Hans Grauvogl, Helmut Hasenfratz, Josef Wenger

Die neuformierte Mannschaft wird jetzt von Rückkehrer Manni Deutschmann trainiert. Zur Winterpause stand sie auf einem Abstiegsplatz. Dennoch ist man im Fußball-Lager optimistisch, den Klassenerhalt zu schaffen.

Nach einer Zittersaison kam es auch in der heurigen Spielzeit – rechzeitig zum 100-jährigen – durch ein 3:2 im Relegationsspiel gegen Haunstetten zu einem Happy-End, und unsere Mannschaft spielt auch im nächsten Jahr allen Unkenrufen zum Trotz in der Bezirksliga.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir stellen uns vor:

GYMNASTIKABTEILUNG DES TSV PÖTTMES

 

Die Gymnastikgruppe ist aus dem Turnverein des TSV Pöttmes heraus entstanden und umfaßt heute rund 200 Mitglieder.

Im Jahre 1954 fingen Wiga Beck und Gerti Brauneis im ehemaligen Bräustüberl in Pöttmes mit den Gymnastikstunden an. Bald wurde der Kreis der turnbegeisterten Damen größer.

Zeitgleich entwickelte sich unter Federführung von Maria Neugebauer und Resi Veit auch eine Turngruppe für Kinder und Jugendliche. Die Mädchen im Alter von 10 – 15 Jahren wurden auf dem TSV-Sportgelände und im Turnraum an der Schrobenhausener Straße trainiert. Sportliche Aktivitäten wie z. B. Leichtathletik, Spiele, Handball und Völkerball fanden großen Anklang bei den Jugendlichen. Aber auch Übungen am Barren, Pferd und mit Handgeräten wurden abgehalten.

Doch nicht nur in Pöttmes zeigten die jungen Mädels ihr sportliches Können; sie waren z. B. in den fünfziger Jahren auch an Sportfesten in Gaimersheim und Fürstenfeldbruck erfolgreich vertreten.

Den Abschluß und zugleich sportlichen Höhepunkt des Jahres bildeten alljährlich die Weihnachtsfeiern und das Abturnen im ehemaligen Ochsensaal.

Leider löste sich diese Mädchengruppe 1958 durch den Wegzug von Maria Neugebauer auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gymnastikgruppe I + Senioren

Die Damengymnastikgruppe hingegen hatte einen regen Zulauf zu verzeichnen.

Anfang 1960 verlagerte man die Gymnastikübungsstunden in das damals neu umgebaute Kolpingsheim Pöttmes. Regelmäßig montags trafen sich die Damen zu gemeinsamen Sport. Anweisungen erhielten sie von den Übungsleiterinnen, die teilweise Lehrerinnen der Volksschule Pöttmes waren.

Nach Fertigstellung der großen Schulturnhalle im Jahre 1967 durften die Damen des TSV Pöttmes dann auch hier ihre Gymnastikstunden abhalten.

Nun übernahm das langjährige Vereinsmitglied Emmi Eitelhuber die regelmäßigen Übungsstunden. Seit 1949 im Turnverein verfügte sie über große sportliche Erfahrung die sie gerne an ihre Damen weitergab.

Über 20 Jahre lang turnte sie an jedem Montag mit den Frauen in vorbildlicher Weise.

Da sie im Sommer auch im Tennisclub aktiv war, übernahm in diesen Monaten Helene Lang die Übungsleitung. Helene Lang, gebürtige Schrobenhausenerin, war als Kind schon im dortigen Turnverein aktiv dabei; dadurch entwickelte sich auch ihre große Begeisterung für den Sport.

1974 konnte eine 2. Gymnastikgruppe gegründet werden, den der Andrang der Damen war recht groß. Auch die unterschiedliche Altersstruktur machte sich bemerkbar. Die Leitung dieser neuen Gruppe übernahm Maria Neugebauer. Unter ihrer Leitung wurde ein reges Vereinsleben geführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gymnastikgruppe II

Ihr gelang es, Gudrun Bitzl und Irmgard Schlaegel als Vorturnerinnen zu gewinnen. Beide Damen zeigten große Einsatzbereitschaft und erwarben auch den Übungsleiterschein.

Wie schon in den fünfziger Jahren rief sie auch wieder eine Kinder- und Jugendgruppe ins Leben. Dank ihres Engagements wurde den Mädels die Möglichkeit geboten, an Sportlehrgängen und Skifreizeiten in Inzell teilzunehmen. Auf diese Weise verschaffte sie den jungen Sportlerinnen des TSV Pöttmes erlebnisreiche Stunden.

Im Jahre 1979 übernahm Gudrun Bitzl die Damengruppe II und besuchte zur Weiterbildung regelmäßige Lehrgänge im Turnkreis 11 “Aichach-Friedberg-Augsburg”. Auch Irmgard Schlaegel holte sich auf Lehrgängen immer wieder neue Anregungen und wechselte sich in der Führung der Gruppe II mit Gudrun Bitzl regelmäßig ab.

Ziel war es, Gymnastik mit Musik zur Koordination und Konzentration, aber auch zur Freude und Entspannung anzubieten.

Aufgrund der ständig wachsenden Mitgliederzahl wurde eine Abteilungsleiterin bestimmt. Nach Maria Neugebauer und Emmi Eitelhuber übte Annemarie Walter dieses Amt von 1978 bis 1980 aus.

Zur Nachfolgerin wurde 1980 Margarete Lechner gewählt. Unter der Führung von TSV-Vorstand, Adolf Tscherne, Karin Kannwischer und Margarete Lechner entstanden1981 die Gruppen “Kinder-Turnen” und “Mutter- und Kindturnen”, letztere war für Kleinkinder ab Laufalter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gymnastikabteilung Mutter + Kind + Kinderturnen

Viele Jahre wurde diese beiden Gruppen von Andrea Siegmann, Gertraud Lutterschmid, Pia Schlicker und der aus Ecknach stammenden Eva Schäfer geleitet.

Doch nicht nur sportlich waren die Kinder aktiv. Für die Jugendweihnachtsfeiern des TSV Pöttmes führten sie unter Anleitung von Margarete Lechner kleine Theaterstücke auf. Auch bei Faschingsfeiern im TSV-Clubheim waren die Kleinen mit Freude dabei.

Auch bei den Erwachsenen war das Interesse an den Gymnastikstunden weiterhin ungebrochen, so daß unter Leitung von Gertraud Lutterschmid sogar eine dritte Gruppe gegründet wurde.

Im Jahre 1980 schloßen sich die Turner-Damen aus Osterzhausen auf Initiative von Zenta Högenauer dem TSV Pöttmes an. Diese Verbindung hat seitdem ununterbrochen Bestand.

Seit 1981 beteiligt sich die Gymnastikabteilung auch regelmäßig am Pöttmeser Marktfest mit einem Kaffee- und Kuchenstand.

Als neue Abteilungsleiterin wurde 1983 Hilde Jungwirth bestimmt, die dieses Amt auch heute noch inne hat. Hilde Jungwirth, die die Geschicke der Abteilung mittlerweile schon über 10 Jahre leitet, ist sehr engagiert und mit unermüdlichem Eifer für den Verein tätig. Margarete Lechner fungiert seither als 2. Abteilungsleiterin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Junge Gruppe

Doch nicht nur in der Abteilungsleitung erfolgte ein Wechsel. Auch die Leiterin der Gruppe I, Emmi Eitelhuber, gab im selben Jahr ihr Amt an Helene Lang ab. Seit dieser Zeit ist Helene Lang allein für die Damengruppe I zuständig.

Eine weitere Neuerung gab es im Jahre 1989. Eine zusätzliche Seniorenturngruppe wurde ins Leben gerufen, deren Leitung Gudrun Bitzl übernahm. Auch diese Gruppe wurde ein voller Erfolg.

1993/94 übernahm Brigitte Paula die Leitung des “Mutter-Kind-Turnen” und Renate Transchl aus Handzell die Gruppe “Kinderturnen”.

1994 lebte auch die junge Gymnastikgruppe unter der Leitung von Brigitte Paula und  Karin Lang wieder auf.

Abschließend ist zu sagen, daß das Vereinsleben der Abteilung nicht zu kurz kommt. Die Damen unternehmen regelmäßig Ausflüge, Theaterbesuche, Wanderungen und organisieren kleine Feste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht einmal der Ball ist noch weiß

Pöttmeser Tenniskultur im Wandel der Zeiten

 

 

Fotos 1a – 1b-

1c

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer wieder wandelte das Tennishäuserl im Laufe der Jahre sein Gesicht.

Ab welchen Zeitpunkt man von der Gründung der Tennisabteilung sprechen muß, darüber streiten sich die Experten. Soll man das Datum nehmen, an dem zum ersten Mal in der Marktgemeinde ein Racket geschwungen wurde? Oder soll man von dem Zeitpunkt ausgehen, an dem eine Gruppe tennisbegeisterter Menschen den Entschluß faßten, einen eigenen Club zu gründen? Eine andere Möglichkeit wäre es, von der Abhaltung des ersten Punktspiels auszugehen.

Die damalige verantwortliche Abteilungsleitung setzte für das Jahr 1977 die 25-Jahr-Feier an, und das mit guten Gründen.

Doch kann man noch ein weiteres wichtiges Datum zu Rate ziehen. Am 15. Mai 1954 hatte der TSV-Vorstand offiziell zur Gründungsversammlung einer Tennisabteilung eingeladen. Somit kann mit Fug und Recht behauptet werden, daß Tennis seit genau 40 Jahren als eine Abteilung des TSV besteht und damit auch ein rundes Jubiläum begeht.

 

Die Anfänge der Tennisbewegung in Pöttmes

Die ersten rudimentären Ansätze zum Tennisspiel in Pöttmes leistete das Ehepaar Charlotte und Niko Buchner. Im Sommer 1950 holten sie ihre alten Schläger hervor, spannten ein Seil auf einem schottrigen Gelände nahe der BayWa und versuchten dort eine Art “Ball über die Schnur”. Niko Buchner hatte schon Besseres gesehen, denn während seiner Berliner Zeit ließ er sich die Gelegenheit nicht entgehen, beim Club “Rot-Weiß” diesen phantastischen Sport zu erlernen.

Weder die unzureichende Ausrüstung, noch der Schotterplatz irritierten den kleinen Kreis der Tennisbegeisterten, der sich rasch zusammengeschlossen hatte. Neben dem Ehepaar Buchner gehörten Mirl Miller, Hugo Käufl, Irma Miller und Lia von der Grün dazu. Wenig später stießen Kurt Schlaegel, Engelbert Beck, Werner Will, Gottlieb Veit, Rudolf Prinz, sowie Annemarie Ziegler zu dieser Gruppe.

Vordringliches Ziel in der Anfangsphase war die Erstellung eines Tennisplatzes, der diesen Namen auch verdiente. Dazu brauchte man erst einmal ein geeignetes Gelände. Man fand es in einem neben der BayWa liegenden Acker, der im Besitz der Gemeinde war, jedoch von Gustav Feiertag für den Anbau von Kartoffeln und Gemüse benutzt wurde. Nach zähen Verhandlungen mit der Marktverwaltung, die Mirl Miller und Kurt Schlaegel führten, bekam man schließlich das Grundstück und in den letzten Monaten des Jahres 1952 konnte man zunächst mit Säuberungsarbeiten beginnen. Im kommenden Frühjahr trug der Bauer Andreas Schmaus von Au 500 Kubikmeter Humus ab; als Dank für seine Hilfsbereitschaft durfte er den begehrten Humus behalten. Der erste Bauschutt zur Befestigung des Geländes wurde im August herangekarrt. Dann wurden auch die ersten Löhne fällig. Geld war knapp und trotz unermüdlichen Arbeitseinsatzes war nicht alles in Eigenleistung zu bewerkstelligen. Den ersten Kredit, der übrigens nie zurückgezahlt werden mußte, räumte die Ziegelei Käufl ein. Andere Geldgeber, wie Engelbert und Helmut Beck fanden sich und auch Niko Buchner steuerte mehr als nur sein Scherflein bei. Ohne Idealismus und großen inneren Zusammenhalt wäre die Tennisgruppe damals nicht weit gekommen. Die Pöttmeser Bürger und auch der TSV standen anfangs dem Tennissport durchaus kritisch gegenüber. Auch die Gespräche mit dem TSV-Vorstand zogen sich hin, denn mit ihm verhandelte man über ein Stück Gelände, das man für einen sinnvollen Ausbau der Anlage noch dringend benötigte. Am 2. November 1953 einigte man sich schließlich, den Platz der Tennisgruppe zu überlassen, wobei die TSV-Kasse jedoch keine finanzielle Unterstützung leisten werde. Damit hatte das gesamte Tennisgelände seine heutige Ausdehnung erreicht.

Nur kurze Zeit später ging man daran, die junge Tennisgruppe auch organisatorisch auf die Beine zu stellen. Am Dreikönigstag 1954 berichtete auf der General­­­­-versammlung TSV-Chef Richard Steib von Bestrebungen, dem Turn- und Sportverein eine eigene Tennisabteilung einzugliedern.

Die eigentliche Gründungsversammlung datiert auf den 15. Mai 1954. Der TSV-Vorstand hatte alle Interessierten dazu eingeladen. 35 Personen fanden den Weg in den Gasthof “Zur Krone” und 18 davon traten als Mitglied ein. Damals betrug die Aufnahmegebühr 20,– Mark und der Jahresbeitrag war auf 40,– Mark für Einzelpersonen und 60,– Mark für Ehepaare festgesetzt. Als Spartenleiter wurde Hugo Käufl gewählt.

Die Arbeiten nahmen ihren Fortgang. Geldknappheit war an der Tagesordnung, denn schon im ersten Jahr betrugen die Kosten der Abteilung die damals stolze Summe von 1.086,95 Mark. Immer wieder sprangen Förderer ein, gingen die Mitglieder Klinken putzen, um bei den verschiedenen Firmen Material zu erbitten, meist mit Erfolg. Holz lieferte das Sägewerk Veit, Planierwalzen kamen von der Gumppenberg´schen Güterinspektion und dem Gut Dieshof und das nötige Eisen fand sich ebenfalls ein. Auch die Gemeinde gab sich nicht mehr so zugeknöpft und stellte über die Freiwillige Feuerwehr Schläuche zum Eingießen des Platzes zur Verfügung. Ferner baute sie den Wasseranschluß zum Selbstkostenpreis ein. Auf die satzungsgemäße Anschlußgebühr verzichtete die Marktgemeinde.

 

Der reguläre Spielbetrieb läuft an

Obwohl Arbeit nach wie vor im Überfluß vorhanden war, wurde ab 1956 fleißig und regelmäßig trainiert. Der Eintritt von Sigrid und Edgar Behrendt brachte einen ersten Höhepunkt ins spielerische Niveau. Bei einem Freundschaftsspiel mit Egling siegen die Herren verdientermaßen mit 5:1 Punkten und auch die Damen erzielten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nur einen Platz, durch einen Bretterzaun abgeschirmt sowie eine einfache Hütte ohne Dusch- und Umkleidemöglichkeiten gab es in der Anfangszeit.

 

bei dieser Begegnung eine positive Bilanz. Im folgenden Jahr 1957 schwangen die Mitglieder auf den Platz an der Schrobenhausener Straße vom Mai bis September fleißig ihre Rackets. Turniere wurden mit Feldafing, Neuburg/Do., Rain am Lech und Fürstenfeldbruck ausgetragen. Niko Buchner konnte Beda Tschernek aus Aichach, den Vater des späteren langjährigen Abteilungsleiters Heinz Tschernek, dafür gewinnen, die Pöttmeser Spielerinnen und Spieler zu trainieren. Dieser verdiente Pionier des Tennissports im Altlandkreis Aichach führte sofort entscheidende  Neuerungen, wie eine Ranglistentafel ein.

 

Die regelmäßigen Turniere fanden auf freundschaftlicher Basis in diesem Jahr ihren Fortgang. Gegen Aichach II verbuchte die Pöttmeser Mannschaft auf heimischen Platz einen schönen Erfolg, den sie beim Rückspiel freilich nicht wiederholen konnten. Mittlerweile war die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder auf 35 Personen angewachsen, zu denen sich noch einige Mitläufer gestellten.

Die ersten regulären Punktspiele bestritt die Abteilung 1958. Stolz verkündete Spartenleiter Hugo Käufl auf einer Versammlung, ab Pfingsten 1958 werde Pöttmes als neues Mitglied in der nordschwäbischen Verbandsrunde mitwirken und gegen so starke Vereine wie Mering, Aichach und Neuburg antreten.

 

 

 

 

 

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Von Anfang an startete das Pöttmeser Tennis unter starker Beteiligung der Damen v.l.n.r. Maria Neugebauer, Lia von der Grün, Charlotte Buchner und Siegrid Behrendt

Im vorigen Jahr war bereits eine Vergrößerung der Anlage auf 3 Plätze ins Auge gefaßt worden, die dann für 80 bis 90 Spieler ausreichen würden. Außerdem war mit nur einem Platz die Durchführung von Punktspielen oder auch nur Freund­-schaftsspielen recht mühselig.

 

Wieder wurde zur Schippe gegriffen, denn um den nötigen Platz zu gewinnen, mußte erst der vorbei-fließende Bach verrohrt werden. Im Frühjahr 1958 wurde der 2. Platz fertiggestellt und somit waren die Voraussetzungen für einen ordent-lichen Turnierbetrieb geschaffen. Sofort wurde der 3. Platz in Angriff genommen. Doch nun streikten die Mitglieder.

Sie glaubten genug gearbeitet zu haben und eines Tages fanden sich nur noch Hugo Käufl und Niko Buchner zum Arbeitsdienst ein. Der Spartenleiter reagierte schnell und selbstlos. Er holte seine Arbeiter von der Ziegelei.

Der fehlende dritte Platz konnte 1958 nicht fertiggestellt werden, so sehr der Verband auch dazu drängte. Vor allem fehlte es an Auffüllmaterial. Bis nach Penzberg und Peissenberg fuhr man, um den begehrten Lösch zu bekommen, allerdings vergeblich.

Erst das folgende Jahr 1959 sah einen vollendeten 3. Platz. Erstaunlich viele Nicht-Mitglieder leisteten Schützenhilfe. Als besonderer Gönner erwies sich die Firma Rupp & Taureck. Aber auch viele Bauern erklärten sich spontan bereit, eine Fuhre von der Ziegelei Käufl zum Tennisplatz zu übernehmen.

 

 

 

 

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Viel Zeit und vor allem Schweiß verschlang die Fertigstellung aller drei Plätze

 

Glaubte man im Jahr 1960, die gröbste Arbeit erledigt zu haben, traf im Mai ein Schreiben des Verbandes ein, daß die Umkleideräume nicht den Anforderungen genügten. Kein Wunder, denn bisher hatte ein umgebauter Schäferkarren für diesen Zweck herhalten müssen. Insbesondere wurde das Fehlen von Duschen und sanitären Einrichtungen bemängelt. Wieder mußte sich Niko Buchner auf Betteltour begeben und tatsächlich trieb er die erforderlichen Materialien auf. Freilich war die Einrichtung, an heutigen Verhältnissen gemessen, recht primitiv. Obwohl es nur eine Kaltdusche gab, war man mit den geschaffenen Verhältnissen mehr als zufrieden.

Mit dem Beitritt von Hawo Hammerl bekam man nun die Baumaterialien billiger und hatte einen Fachmann zur Hand. In diese Zeit fällt ferner der Bau einer kleinen Terrasse unter einer Weide und die Firma Hans Gegg stiftete einen runden Steintisch, um den herum viele Feste steigen sollten. Und zu feiern gab es einiges, denn mit dem Tennisspiel ging es rasant voran. Außer den Verbandsrundenspielen veranstaltete man zahlreiche Freundschaftsspiele. Niko Buchner und Engelbert Beck gelang es schließlich mit Bert Smiely einen ehemaligen Oberligaspieler für Pöttmes zu gewinnen. Ferner stieß Dr. Willy Riegel zum Club und nun hatte man sogar genügend Spieler für eine 2. Mannschaft.

Man träumte davon, mit den Spitzenspielern den Aufstieg aus der Kreisliga B zu schaffen. Diesem Ziel kam die Abteilung 1961 sehr nahe. Zusammen mit Donauwörth und Schrobenhausen belegte Pöttmes punktgleich den ersten Platz. Doch hatte man es versäumt, für die Fremdspieler Ausnahmegenehmigungen zu beantragen und so schritt der Verband ein und annullierte sämtliche Ergebnisse. Aus der Traum vom Aufstieg in dieser Saison! Doch der Spielbetrieb lief munter weiter. 1962 nahmen erstmals auch die Damen an der Punktspielrunde teil.

 

 

 

 

 

 

 

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Die beiden ersten Abteilungsleiter, Hugo Käufl und Maria Miller, denen der Weiße Sport in Pöttmes sehr viel zu verdanken hat, in geselliger Runde. Links Irene Krall und Niko Buchner.

Erfreulicherweise erhielte Bert Smiely und Dr. Willy Riegel die ersehnte Ausnahmegenehmigung und konnten nun ungestraft ihre Siege für Pöttmes einfahren. Vom BLSV wurden schließlich 4.000,– Mark gegen Angabe des Verwendungszweckes zugesagt. Damals wurde die gesamte Anlage eingezäunt.

Der Tennissport etabliert sich in Pöttmes

Fing das Jahr 1963 recht turbulent an – ein ordentlicher Abwasseranschluß mußte geschaffen werden – so legte dieses Jahr die Grundlagen für eine größere Akzeptanz des Weißen Sports innerhalb der Bevölkerung.

Zunächst übernahm Maria Miller die Abteilungsleitung für ihren erkrankten Bruder.

 

Niko Buchner stellte einen Antrag auf Gleichberechtigung der Tennisabteilung mit der Fußballabteilung, zwischen denen es in der Vergangenheit immer wieder zu Reibereien gekommen war. Dem Antrag wurde statt gegeben und nun genoß jedes TSV-Mitglied, gleich welcher Abteilung, die selben Rechte und Pflichten.

Zur selben Zeit öffnete sich die Tennisabteilung nach außen. Im Winter 1963/64 legte man auf dem heutigen Platz 4 eine Eislaufbahn an. Allabendlich und besonders am Wochenende tummelten sich unter Scheinwerferlicht die Schlittschuhfreunde. Sogar Eishockey wurde gespielt. Und vor allem war die Eisfläche gegen eine geringe Gebühr für alle Interessierten zugänglich. Die späteren Ranglistenspieler Sonja Schulz, Resi Veit und Sepp Kieweg stießen über den Eissport zum Tennis.

Gesellschaftlicher Höhepunkt war der Faschingsball, der 1964 unter dem Motto “Unter den Dächern von Paris” lief.

 

Die Faschingsbälle der Tennis­­­­­­­-abteilung entwickelten sich zu wahren Publikumsmagneten und es war eine Ehre sondergleichen, eine persönliche Einladung dafür zu erhalten. In wochenlangen Vor-bereitungen wurden beispielweise Tausende von Papierblumen ge-fertigt, märchenhafte Kulissen gezaubert und phantasiereiche Kostüme genäht. In Filmen, gedreht von Josef Elfinger, wurden diese Bälle der Nachwelt erhalten.           Nikolausfeiern, Ralleyfahrten und natürlich das obligatorische Wochenendfest (nahezu jedes Wochenende!)  ergänzten die gesellschaftlichen Veranstaltungen. Gemeinsam unternahmen die Tennisfreunde auch Fahrten zu den großen Turnieren, wie zu den Bayerischen Meisterschaften nach München.

Die sportlichen Erfolge hielten mit den gesellschaftlichen Schritt. Für den beruflich überlasteten Bernd Smiely konnte der Spitzenspieler Sigi Schmid für die Abteilung gewonnen werden. Ein Jahr später, 1967, stieß Sigi Land zur Abteilung. Über zwei Herren- und zwei Damenmannschaften verfügte die Abteilung inzwischen.

Auf der Vorstandswahl in dieser Saison gingen Maria Miller als Präsidentin, Niko Buchner als 1. Stellvertreter und Organisationsleiter sowie Helmut Beck als 2. Stellvertreter hervor. Die Turnierleitung übernahm Helmut Beck zusammen mit Kurt Schlaegel und Trainer Fred Harlander. Für die Pressearbeit waren Rudi Maier und Jutta Buchner zuständig. Mit diesem Septett hatte die Tennisabteilung eine schlagkräftige und tüchtige Führung, die auch nötig war. Viele Arbeiten standen an. Der vierte Platz mußte endlich in Angriff genommen werden und das Tennishäuserl war arg renovierungsbedürftig. Unter anderem regnete es durch´s Dach und der Fußboden drohte durchzubrechen. Dank generöser Spender konnten im Laufe der Zeit diese Mängel behoben werden. Die Beiträge wurden angehoben und beliefen sich nun auf 100,– Mark für Einzelperson und 150,– pro Ehepaar.

Der 4. Platz wurde 1970 nach längeren Diskussionen Wirklichkeit und die Anlage erreichte die heute noch bestehende Ausdehnung. Neben Niko Buchner machte sich Karl Obermeier bei der Schaffung des neuen Platzes sehr verdient.

Nun konnten auch die Clubmeisterschaften auf einer breiteren Basis ausgerichtet und in allen Disziplinen durchgeführt werden. Der spielstarke Nachwuchs wie Jutta Buchner und Willi Schmid drängte vehement nach vorne. Heinz Tschernek, der von Aichach nach Pöttmes zog, um sich als Apotheker selbständig zu machen, trat dem Tennisklub bei. Mit ihm gewann die Abteilung nicht nur einen Elitespieler, der noch heute ganz weit vorne in der Rangliste zu finden ist, sondern auch einen Organisator, der bereit war, sich mit seinen Fähigkeiten der Abteilung zur Verfügung zu stellen. Lange Jahre füllte er die Position des Sportwarts, des Pressewarts und später des Abteilungsleiters aus.

 

Lange vor der Partnerschaft unserer Marktgemeinde mit La Heye Pesnel knüpfte die Tennisabteilung Kontakte zu Frankreich. Das elsässische Kaysersberg war im Oktober 1971 Ziel einer Wochenendfahrt. Freundschaftsspiele wurden ausgetragen und am Ende fanden sich sogar deutsch-französische Paarungen zusammen, die gegeneinander antraten.

Niko Buchner wird 1. Präsident der Tennisabteilung

 

 

 

 

 

 

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Lange Jahre war Niko Buchner – hier im Gespräch mit dem damaligen Bayerischen Tennispräsidenten Dr. Heinz Mussbach – das Herz der Abteilung

 

Nachdem sich Maria Miller nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung stellte, wurde Niko Buchner von der Generalversammlung mit großer Mehrheit in dieses Amt gewählt. Seine Stellvertreter waren Helmut Beck und Otto Schönacher. Mit letzterem stand ein versierter Architekt bereit, der die Abteilung mit seinen fachlichen Kenntnissen durch manches Bauvorhaben lotsen sollte. Das Amt des Kassiers übernahm Willi Schmid, Schriftführerin und Pressewartin wurde Jutta Buchner. Heinz Tschernek nahm seinen Dienst in der Vorstandschaft als Turnierleiter auf. Die scheidende Maria Miller ernannte die Versammlung zur Ehrenpräsidentin. Ein Bauausschuß wurde ins Leben gerufen, um die anstehenden Bauprobleme zu lösen. Durch namhafte Spenden, besonders von Helmut Beck und einer gesamten Arbeitsleistung von über 2000 Stunden nahm das Tennishäuserl sein heutiges Gesicht an.

 

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Am 10. Oktober 1972 weihte man unter dem Beisein schwäbischer Tennisprominenz das Häuserl ein. Die Leistungen der Abteilung bei diesem Bau fand überregionale Beachtung. An Gemütlichkeit ist es ja auch kaum zu übertreffen.

1973 trat eine weitere Neuerung in Erscheinung. Auf dem 4. Platz wurde zum ersten Mal eine Traglufthalle aufgebaut, dessen Besitzer zunächst Trainer Jarda Kubic blieb. Dabei handelte es sich um die erste Halle im Altlandkreis Aichach. Wieder stand Pöttmes für einen Tag im überregionalen Rampenlicht, als schwäbischen Spitzenspieler die Halle “einspielten”. Für viele Jahre bestimmte dieses weiße Oval den Anblick der Tennisanlage in den Wintermonaten. Lange Zeit blieb sie die einzige Möglichkeit, im Winter trainieren zu können.

Die Traglufthalle diente auch als Trainingsmöglichkeit für die Jugend. Die Abteilung Tennis unter Niko Buchner machte sich in den kommenden Jahren einen guten Nahmen mit der Einführung des Schultennis. Anniko Velsz und Karl Obermeier betreuten das Schultennis und investierten viel Zeit in die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Die Grundlagen für das Tennisspiel als Breitensport wurden gelegt. Um den modernen Anforderungen so gerecht wie möglich zu werden, ergänzte etwas später noch eine Ballmaschine die Ausrüstung der Abteilung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Begeisterung nutzten ältere und jüngere Kinder die Möglich-keiten des Schultennis v.l.n.r.: Sylvia Stark – Peter Bartenschlager – Bernd Schlaegel – Irmi Schlaegel

 

 

Die Forcierung des Trainings bei allen Mannschaften zeigte Erfolge. Die Mannschaften begannen aufzusteigen. Den überwältigsten Erfolg verzeichneten Herren I. Heiner Neugebauer, Ronald Spirydowicz, Heinz Tschernek, Helmut Seiler, Fritz Neugebauer und Rudi Tradt stiegen 1974 ungeschlagen in die Bezirksklasse C auf.

Stark beteiligt war die Abteilung bei der 650-Jahr-Feier des Marktes Pöttmes. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten waren zu Pfingsten ein französischer Tennisclub aus Biesheim zur Austragung eines Freundschaftsspieles eingeladen. “Sport als Brücke der Völkerverständigung” hieß das Motto.

Den ungewöhnlichen sportlichen Anstrengungen und Erfolgen Rechnung tragend, nahm der Bayerische Tennispräsident Dr. Heinz Mussbach die Siegerehrung bei den Clubmeisterschaften 1974 vor.

Neue Namen tauchten in den folgenden Jahren auf. Sigi Scharbatke, sein Bruder Bernd sowie Bernd Schlaegel und Sylvia Stark setzten ihre ersten sportlichen Akzente. Erstmals wurden 1975 unter massiver Beteiligung Hallenmeisterschaften durchgeführt.

 

 

 

 

 

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v.l.n.r. Heinz Tschernek – Fritz Neugebauer – Rudi Eitelhuber – Dieter Bierekoven – Sigi Scharbatke – Walter Ertl

 

 

 

 

 

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Alt-Landrat Dr. Josef Bestler ist ein gerne gesehener Gast in Pöttmes. Traditionsgemäß nimmt er die Siegerehrungen bei der Damenkonkurrenz der Kreismeisterschaften vor.

Dem erfolgreichsten Jahr seit ihrem Bestehen sah die Abteilung 1976 entgegen. Herren I stand am Ende der Saison an der Spitze der Tabelle in Bezirksliga C, Herren II wurde Vizemeister in Kreisliga B und Herren III belegte den dritten Platz in Kreisliga C. Damen I sicherten sich in Bezirksliga B, der höchsten Klasse, in der eine Pöttmeser Mannschaft spielte, einen Mittelplatz und Damen II wurden dritte in Kreisliga B. Die Aufstiegsspiele der 1. Herrengarnitur gegen Donauwörth und Kempten gingen allerdings verloren.

Im selben Jahr wurden die Kreismeisterschaften erstmals zwischen Aichach und Pöttmes aufgeteilt. In Aichach spielten die Herren, während die Damenwettkämpfe in der Marktgemeinde abgehalten wurden. An diesem Modus hält man bis heute fest, so auch bei den Kreismeisterschaften des Jahres 1992.

 

1977 feierte die Tennisabteilung ihr 25jähriges Bestehen. Mit zahlreichen sportlichen und gesellschaftlichen Unternehmungen wurde man diesem Jubiläum gerecht. Ein Pfingstturnier mit Gästen aus Colmar wurde abgehalten.

Heinz Tschernek als Nachfolger Niko Buchners

Der Start in die Turnierrunde 1978 erfolgte mit nunmehr 6 Mannschaften. Neben 2 Damen- und 3 Herrenteams griffen erstmalig Juniorinnen in die Punktspiele ein.

 

 

 

 

Bei den Neuwahlen zur Abteilungs-leitung löste Heinz Tschernek Niko Buchner als 1. Abteilungsleiter ab.

 

Als 2. Abteilungsleiter fungierte Otto Schönacher, Jutta Schmidt-Buchner wurde zur 3. Abteilungs-leiterin gewählt. Niko Buchner wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

 

 

 

 

 

Nachdem die “Fremdspieler” die Pöttmeser Mannschaften verlassen hatten, begann erwartungsgemäß der sportliche Rückschritt. Keine der drei Herrenmannschaften konnte im Jahr 1979 ihre Klasse halten. Ein hohes spielerisches Niveau erhielten sich dagegen die Damen. Bei den in Pöttmes ausgetragenen Kreismeisterschaften der Damen belegte nicht nur Evi Sauer den 2. Platz, im Damendoppel blieben sämtliche Pokale in der Marktgemeinde.

Die Jugendarbeit wurde weiter vorangetrieben. Während die Juniorinnen in Kreisliga A ihre Erfolge feierten, wurde 1980 auch eine Juniorenmannschaft angemeldet.

Immer wieder standen Renovierungsarbeiten an. Die größte dieser Art bedeutete einen Kostenaufwand von über 50.000,– Mark, die erst nach leidenschaftlichen Diskussionen durchgezogen werden konnte. Die Plätze 1 bis 3 wurden von Grund auf saniert und Beregnungsanlagen eingebaut. Möglich wurde diese Maßnahme durch eine Bausteinaktion, sowie ein Darlehen der Schloßbrauerei Pöttmes.

Das Tennisspiel in Pöttmes war jetzt so populär, daß 1983 ein Aufnahmestop verhängt werden mußte. Die Patenschaft mit Jugendlichen wurde erneuert und um das Tennis für Jugendliche noch attraktiver zu gestalten, führte der Verband erstmalig Jugend-Landkreismeisterschaften ein. Nur ein Jahr später gründete die Pöttmeser Tennisabteilung die “Wichtlein-Gruppe” für die Nicht-Turnierspieler.

Anläßlich des 70. Geburtstages von Niko Buchner organisierte die Abteilung ein großes Fest, an dem Buchner die Ehrenmitgliedschaft des TSV übertragen und ihm die silberne Ehrennadel des Schwäbischen Tennisbundes überreicht wurde.

Die Verdienste von Heinz Tschernek würdigte der Schwäbische Tennisverband 1985 mit der Bronzenen Ehrennadel.

Mit 8 Mannschaften (3 Herren-, 2 Damen- sowie jeweils eine Junioren-, Knaben- und Mädchenmannschaft) im aktiven Punktspieleinsatz erreichte die Tennis-abteilung 1986 eine Größenordnung, die heute noch besteht. Bei nur 4 eigenen Plätzen dürfte das wohl einmalig in Schwaben sein. Ermöglicht wurde es nur durch eine Sondergenehmigung des Verbandes sowie der Hilfe der Nachbarvereine in Klingsmoos, Grimolzhausen und Sandizell.

Das intensive Hallentraining brachte wieder einen schönen Erfolg für das 1. Herrenteam. Ungeschlagen mit dem sensationellen Ergebnis von 16:0 Punkten und 67:5 Spielen stieg es in der Turniersaison 1987 auf.

Bei den Neuwahlen wurde ein Nachwuchstalent, Fritz Schmidt, zum Jugendwart gewählt, der in den folgenden Jahren noch viele sportliche Akzente setzen sollte.

Erstmals seit ihrer Anschaffung wurde die inzwischen marode gewordene Traglufthalle 1989 nicht mehr aufgebaut. Ihr Zustand ließ dies nicht mehr zu. Die Abstinenz vom Wintertraining dauerte allerdings nur eine Saison. Dann fand die Abteilung Tennis ein neues Domizil im Sportcenter Hammerl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Schnappschuß der drei letzten Abteilungsleiter beim 75. Geburtstag von Niko Buchner v.l.n.r. Heinz Tschernek – Niko Buchner – Josef Bartenschlager

 

Josef Bartenschlager übernimmt die Abteilungsleitung.

Nach 20jähriger Arbeit innerhalb der Abteilungsleitung zog sich Heinz Tschernek aus der Funktionärstätigkeit zurück und kandidierte 1990 nicht mehr als Abteilungsleiter. An seiner Stelle übernahm Josef Bartenschlager dieses Amt, nachdem er schon eine Reihe von Jahren als 3. Abteilungsleiter fungiert hatte.

Zunächst setzte er mit dem bewährten Team, zu dem Josef Paula als 2. Stellvertreter gestoßen war, die laufende Arbeit fort. An der südlichen Grenze, zum Fußballfeld hin, mußte ein neuer Zaun gezogen werden. Die Kosten waren hoch, doch auch die Zuschüsse flossen reichlich und die Eigenleistung war gewaltig. Gleichzeitig legte man eine Böschung an, bepflanzte sie und hat seit damals die Pflege übernommen. Ein großes, zweiflügeliges Tor schaffte nun den Zugang zum Fußballplatz. Der ehemalige Tankraum wurde umgebaut und dient nun als Geräteschuppen. An der Nordseite wurde der Sockel des Zauns renoviert und ein größeres Zugangstor von der Schrobenhausener Straße geschaffen. Die Seele dieser Arbeiten hieß Josef Bartenschlager.

Besonderen Wert legt man innerhalb der Abteilung auf die Jugendarbeit. Nachdem Willi Schmidt jahrelang die Junioren betreut hatte, löste ihn in dieser Aufgabe Heinz Tschernek im Herbst 1993 ab. Dieser trainiert nun regelmäßig und intensiv mit den Mitgliedern der Juniorenmannschaft. Um die Knaben hat sich Jugendwart Fritz Schmidt besonders angenommen. Sie sind der Stolz der Abteilung, denn ihnen gelang innerhalb der letzten drei Jahre zweimal der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Um die Förderung der Jüngsten erwerben sich Bettina Lechner und Manuela Stohhofer Verdienste. Regelmäßig geben diese beiden Spielerinnen der 1. Damenmannschaft ihr Können an den Nachwuchs weiter.

Jedes Jahr führt Fritz Schmidt Trainingswochen für Jungen und Mädchen durch, die dann eine ganze Woche gedrillt werden und am Ende dieses Zeitraums ein Turnier bestreiten.

In Dr. Fritz Wetzel findet der spielerische Nachwuchs einen wichtigen großzügigen Förderer. Im letzten Jahr veranstaltete er mit einer Gruppe Jugendlicher ein richtiges Tenniscamp mit Zeltlager, eigenem Trainer und Ausflugsfahrten.

 

Bei den Wahlen zum neuenVorstand schieden einige langjährige Funktionäre aus und die Vorstandschaft änderte ihr Gesicht wesentlich. Abteilungsleiter blieb Josef Bartenschlager, de facto füllt er auch noch die Stelle eines Platzwartes aus. Seine beiden Stellvertreter sind Walter Wiesmüller und Josef Paula. Als Kassier wurde Kurt Schlaegel gewählt und Uli Brandner als sein Vertreter. Das Amt des Sportwarts ging nun offiziell in die Hände von Xaver Schoder über. Ihm zur Seite steht Rosi Mayr. Der bewährte Fritz Schmidt konnte wieder als Jugendwart gewonnen werden, Bettina Lechner übernahm das Amt des Schriftführers. Pressewart ist Josef Bartenschlager jun.. Auf der Frühjahrsversammlung 1994 wurde die begabte Nachwuchsspielerin Manuela Strohhofer als 2. Jugendwartin in die Aufgaben der Abteilungsleitung eingebunden.

Dieses neue Gremium stand vor der schwierigen Aufgabe, die Mannschaften der realen Altersstruktur anzupassen und faßte den Entschluß, zum ersten Mal in der Abteilungsgeschichte eine Seniorinnen- und Seniorenmannschaft aufzustellen. In der Punktspielsaison 1993 bewährten sich beide Mannschaften, besonders die Senioren.

Eine Damenmannschaft, 2 Herrenmannschaften, eine Knaben-, eine Junioren- sowie eine Juniorinnenmannschaft werden darüber hinaus heuer ins Rennen geschickt.

Hatte man letztes Jahr über den befreundeten Verein in Langweid einen Berufstrainer, außerdem einen Ukrainischen Spitzenspieler ebenfalls als Trainingspartner zur Verfügung gestellt bekommen, entschloß man sich, für heuer eine sehr gute ukrainische Spielerin als Trainerin einzuladen. Ludmila Larionowa bestreitet bei den Damen ebenfalls Punktspiele. Für Herren I wurden zwei tschechische Spieler verpflichtet, so daß die Abteilung mit Zuversicht in die Saison 1994 blicken konnte. Die ersten sportlichen Erfolge haben bereits spürbar eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Spieler der 1. Herrenmannschaft haben in drei Spielbegegnungen drei Siege eingefahren. V.l.n.r. hintere Reihe Michael Schmidt – Peter Sindler – Wolfgang Tinzmann – Josef Humenik, v.l.n.r. vordere Reihe Bernd Schlaegel – Peter Schmid

 

Sieger der Clubmeisterschaften seit 1970

 

Herren Einzel

1970        Heinz Neugebauer

1971        Willi Schmidt

1972        Heinz Neugebauer

1973        Heinz Neugebauer

1974        Roland Spirydowicz

1975        Heinz Tschernek

1976        Dieter Bierekoven

1977        Dieter Bierekoven

1978        Dieter Bierekoven

1979        Heinz Tschernek

1980        Sigi Scharbatke

1981        Heinz Tschernek

Damen Einzel

1970        Jutta Schmidt-Buchner

1971        Jutta Schmidt-Buchner

1972        Wiga Beck

1973        Wiga Beck

1974        Wiga Beck

1975        Brigitte Wenzel

1976        Sonja Schulz

1977        Brigitte Wenzel

1978        Sonja Schulz

1979        Jutta Schmidt-Buchner

1980        Jutta Schmidt-Buchner

1981        Jutta Schmidt-Buchner

 

 

Herren Doppel

1970        H. Tschernek / J. Roth

1971        H. Himmelheber / H. Humbold

1972        H. Tschernek / K. Obermeier

1973        F. Neugebauer / G. Morath

1974        R. Spirydowicz / H. Neugebauer

1975        S. Scharbatke / H. Tschernek

1976        D. Bierekoven / W. Ertl

1977        D. Bierekoven / W. Ertl

1978        D. Bierekoven / W. Ertl.

1979        H. Tschernek / B. Scharbatke

1980        H. Neugebauer / F. Neugebauer

1981        H. Tschernek / B. Scharbatke

 

 

Damen Doppel

1970        E. Eitelhuber / S. Behrendt

1971        J. Schmidt-Buchner / S. Behrendt

1972        C. Kieweg / E. Eitelhuber

1973        J. Schmidt-Buchner / C. Kieweg

1974        J. Schmidt-Buchner / W. Beck

1975        J. Schmidt-Buchner / C. Kieweg

1976        C. Kieweg / S. Schulz

1977        W. Beck / G. Steiner

1978        J. Schmidt-Buchner / W. Beck

1979        W. Beck / C. Kieweg

1980        B. Obermeier / S. Stark

1981        J. Schmidt-Buchner / G. Steiner

Mixed

 

1970        C. Kieweg / H. Stumpf

1971        C. Kieweg / F. Neugebauer

1972        J. Schmidt-Buchner / H. Tschernek

1973        S. Schulz / R. Esche

1974        W. Beck / D. Bierekoven

1975        W. Beck / D. Bierekoven

1976        W. Beck / D. Bierekoven

1977        B. Wenzel / S. Scharbatke

1978        B. Obermeier / B. Scharbatke

1979        J. Schmidt-Buchner / P. Schmid

1980        B. Obermeier / B. Scharbatke

1981        K. Schlicker / B. Scharbatke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Vierteljahrhundert Tischtennis in Pöttmes

 

1. Die Blumen, die im Verborgenen blühn…

Die Geschichte des organisierten TT-Sports in Pöttmes begann natürlich schon Jahre vor der Abteilungsgründung. In Garagen, Kellerräumen und ähnlichen Örtlichkeiten wurde dem Zelluloidball nachgejagt und der Grundstock für so manche spätere Karriere gelegt. Die “Turniere” bei Franz Krammer, Adolf Hammerl, Robert Braun und im alten Feuerwehrhaus sind mir noch gut im Gedächtnis. Die Zeit für Tischtennis in Pöttmes war reif und so kam es unter der Regie von Adolf Tscherne zu ersten Vorgesprächen mit Rudi Eitelhuber, Jürgen Roth, Alfons Eitelhuber, Helmut Beck und Josef Bartenschlager bezüglich einer Abteilung TT im TSV.

 

2. Die 70er-Jahre – Euphorie und TT-Boom

Am 6. November 1970 war es dann soweit. Die Abteilung TT war geboren und der Anfang für bislang ca. 2.800 Spiele gemacht. 35 Mitglieder waren es damals im Gasthof “Krone”, und Adolf Tscherne wurde der erste Spartenleiter.

Finanzielle Spritzen kamen von Helmut Beck, Rudi Eitelhuber und anderen großzügigen Gönnern, die einen sofortigen Spielbetrieb ermöglichten.

In zwei Räumen des Unteren Tores durfte trainiert werden. Das TT-Fieber grassierte und sollte so schnell nicht wieder gesenkt werden. Alle Spiele der ersten halben Saison – erst in der Rückrunde konnte man einsteigen – waren Auswärtsspiele und das bis zu dreimal die Woche.

Gleich in der ersten ganzen Spielzeit (71/72) waren 6 Mannschaften gemeldet und die 1. Herrenmannschaft schaffte sofort den Sprung in die Kreisliga 2.

Ab der Saison 72/73 waren beengten Verhältnisse im Torbogen passe` und es ging in die Schulturnhallen. Sofort stieg auch die Mitgliederzahl, 35 bis 40 Schüler und Jugendliche waren die Norm beim Trainingsbetrieb.

Dem unglaublichen Engagement von Adolf Tscherne und der prächtigen Presseberichterstattung von Werner Komarek war es zu verdanken, daß die Abteilung schnell in ganz Schwaben einen guten Ruf hatte.

Die 1. Herrenmannschaft stieg erneut auf und bekam in der kommenden Runde mit Rudi Hößl einen der wichtigsten Spieler, welcher der Abteilung bis heute angehört, und der ja immer noch aktiv ist. Mit Helmut Maier wurde auch noch der erste Spitzenmann an Land gezogen.

Auch bei der Jugend tat sich einiges, denn Namen wie Alfred Kramer, Kurt Sauerlacher, Sigi Scharbatke, Robert Braun und Sigi Ludewig bekamen durch zahlreiche Erfolge bei Kreis- und Bezirksturnieren bald einen guten Klang.

Diese Mannschaft stieg als erstes Pöttmeser TT-Team in die Bezirksliga auf

 

 

 

 

 

 

 

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Jugendmeister 1973, v. l.: S. Scharbatke, S. Ludewig, A. Krammer, K. Sauerlacher

 

Höhepunkt der Saison 73/74 war das Spiel um den Aufstieg in die Schwabenliga 3 zwischen dem TSV Pöttmes und dem FC Langweid. Vor sage und schreibe 100 Zuschauern (unter ihnen Nationalspieler Martin Neß) mußten sich die Heimischen geschlagen geben. Als Tabellenzweiter schafften Helmut Maier, Rudi Hößl, Anton Lintner, Rudi Eitelhuber, Alfred Krammer und Sigi Ludewig aber dennoch den Sprung in die nächsthöhere Liga (Foto 2).

In diesem Spiel machten die Pöttmeser Bekanntschaft mit Leonhard Kratzer, der ab der Spielzeit 74/75 für Furore und Bestleistungen sorgen sollte.

Die Zahl der Mitglieder wuchs auf über 100 an, und ab jetzt stieg auch die Qualität bei allen Mannschaften (nicht weniger als 11).

Obwohl wichtige Spielerinnen wie Christa Roth, Emmi Eitelhuber, Gerda Hammerl und Margot Brandner Mitte der 70er Jahre die Abteilung verließen, behauptete sich das Damenteam mit Claudia Schönacher, Christa und Irene Krammer sowie Gertraud Pätzig in der Schwabenliga 3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufsteiger in die Schwabenliga 1974 von links: A. Lintner S. Ludewig, A. Krammer, R. Eitelhuber, R. Hößl und H. Meier

 

Mit den Routiniers Adolf Hammerl, Franz Krammer und Helmut Beck belegte die 2. Herrenmannschaft in der auch Karl Obermeier, Heinz Tschentscher, Werner Schmidt, Willi Mayer und Paul Kriegler mit von der Partie waren, über Jahre hinweg gute Tabellenränge in der Kreisliga 2.

Dank der unermüdlichen Jugendarbeit von Johann Eitelhuber hatte der TSV ab Mitte der 70er Jahre enorm starke Mädchen- und Jungenmannschaften am Start. Ilona Krammer, Angelika Nestler, Helga Wernhard und Gertraud Gegg wurden 1975 Kreispokalspieler und der männlichen Jugend gelang mit der Meisterschaft der Aufstieg in die Schwabenliga .

Sylvia Stark, Helene Paula, Angelika Riedl, Birgit Schwegler und Beate Hörmann knüpften nahtlos an diese Erfolgsserie an:

Fünf Kreispokalsiege (1976, 1978 – 1981), 4 Meisterschaften (1978 – 1981), sowie zahlreiche Erfolge bei Kreis- und Bezirksturnieren belegten ihre Klasse. Daneben wurden sie Pokalsieger Nordschwabens und schwäbischer Vizepokalgewinner. Das ist der bislang größte Erfolg eines Pöttmeser Tischtennis Teams.

Bei den Schülern traten erstmals Werner Surger jun. und Alex Banschbach in Erscheinung.

 

 

 

 

Foto 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jugendmeister 1975, stehend von links: Herbert Schilling , Richard Strohofer, Erwin Hörmann, kniend von links: Günter Krammer und Uli Braun

 

Die 1. Jugendmannschaft mit Günter Krammer, Uli Braun, Harry Fitzke, Herrmann Dollinger und Herbert Schilling spielte in der höchsten Liga Schwabens.

1976 / 77 war ein großes Jahr für Leo Kratzer und Sigi Ludewig. Beide waren die erfolgreichsten Spieler der Schwabenliga 3. Ludewig gewann bei den Kreismeisterschaften die Titel im Einzel und Doppel sowie die schwäbischen Meisterschaften, Kratzer war Kreismeister im Doppel der A-Klasse.

Kaum zu überbieten waren die Herrenmannschaften von 1978 – 1981. Die “Erste” mit Leo Kratzer, Sigi Ludewig, Hans Eitelhuber, Rudi Hößl, Günter Krammer und Uli Braun spielten in der Schwabenliga 3 “vorne mit”. Sigi Scharbatke, Anton Lintner, Franz Krammer, Paul Kriegler, Willi Mayer und Harry Fitzke wurden Meister der Kreisliga 2.

Auch die “Herren 3″ mit Franz Eitelhuber, Herbert Schilling, Edgar und Peter Hegler, Otto Schönacher und Heinz Tschentscher kamen in der Kreisliga 3 zu Meisterehren.

1979 nahm dann der “Vater der TT-Abteilung”, Adolf Tscherne, seinen Hut und übergab die Leitung an Hans Eitelhuber.

Ein Jahrzehnt Pöttmeser TT-Geschichte war damit geschrieben, und vieles kommt mir so vor, als wäre es gestern gewesen…

 

3. Die 80er-Jahre – Tischtennis wird zur Routine

Mit Beginn dieser Dekade gab es auch gleich den nächsten Wechsel in der Führungsetage. Hans Eitelhuber zog von Pöttmes weg und legte sein Amt am 23.05.1981 in die Hände von Robert Braun, der es dann auf nicht weniger als 12 Jahre bringen sollte.

Ein Jahr zuvor nahm Leo Kratzer Abschied von der Marktgemeinde und wechselte nach Rehling. Das war auch der Auslöser für deutlich schwächere Leistungen der Herren 1, die im Abstieg in die Kreisliga 1 letztlich endeten.

Im Bereich Jugendarbeit ist an dieser Stelle Sylvia Stark zu nennen, die über Jahre hinweg etwa 40 Mädchen und Buben in fünf Mannschaften trainierte und eine beispiellose Erfolgsserie (etliche Meisterschaften und zahlreiche Siege bei Kreis- und Bezirksturnieren) mit ihnen erzielte.

Hervorzuheben sind die Mädchenmannschaften mit Heidi Bitzl, Karin Lang, Birgit Schwegler und Marion Hammerl, sowie das Jungenteam mit Fritz Schmidt, Günter Krammer, Christian Pätzig, Kurt Lang und Werner Ächter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto 5

 

 

 

 

Erste Mädchenmannschaft 1981 – 1985,

von links: Heidi Bitzl, Karin Lang, Birgit Schwegler und Marion Hammerl

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto 6

 

 

 

 

 

 

 

TT-Mädchen 1981 – 1985, von links hinten: M. Schwegler, M. Finkenzeller,

K. Neff, C. Rottmann, S. Petz, M. Schwegler, A. Krammer vorne: E. Krammer,

M. Finkenzeller, D. Hammerl, C. Eitelhuber, M. Kolbe und S. Hößl

 

Die 1. Damenmannschaft mit Sylvia Stark, Angelika Riedl und Helene Paula setzte ihre Erfolge aus der Jugendzeit mit der Kreismeisterschaft 1982 fort. Sie wurden von den Lesern der “Aichacher Zeitung” zu den “Sportlern des Jahres” gewählt.

Ein Jahr später stieß Gertraud Pätzig zu diesem Trio und sie schafften den Sprung in die Schwabenliga 2.

Erneut einen Titel holte die 3. Herrenmannschaft 1981 in der Besetzung Otto Schönacher, Werner Surger sen., Heinz Tschentscher, Helmut Beck, Edgar und Peter Hegler.

Ein Glücksfall für die TT-Abteilung war dann der Wechsel von Maria Schwetschke vom TTC Messerschmitt nach Pöttmes. Sie war klar die beste Spielerin einer Pöttmeser Damenmannschaft und nach Sylvia Stark zusammen mit Birgit Schwegler verantwortlich für die Jugendarbeit.

Die 1. Herrenmannschaft spielte jahrelang glücklos in der Kreisliga 1. Da half auch die Verpflichtung von Albin Hamann nichts. Dann endlich, in der Saison 84 / 85, gelang Günter Krammer, Sigi Ludewig, Rudi Hößl, Andi Bernstetter, Alex Banschbach und Werner Surger jun. der Wiederaufstieg in die Schwabenliga 3.

Ebenfalls den 1. Platz belegte die “Zweite”,  und stieg damit in die Kreisliga 1 auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Damenkreisliga-Meister 1982, von links: Sylvia Stark, Angelika Riedl, Helene Paula und Betreuer Bernd Scharbatke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Aufsteiger Nr. 2. Die “Zweite” – mit Toni Kannler, Herbert Schilling, Sigi Scharbatke, Harry Fitzke, Fritz Banschbach und Paul Kriegler (von links) – durfte sich erst nach einem fast vierstündigen spannenden und dramatischen Entscheidungsspiel gegen die dritte Aichacher Garnitur, das sie äußerst knapp (8:8 Punkte, 21:18 Sätze!) für sich entschied, Meister nennen.

Durch zwei Vizemeisterschaften, die der 3. Herren in der Besetzung Franz Krammer, Willy Mayer, Fritz Schmidt, Werner Surger sen., Edgar und Peter Hegler (die Meisterschaft wurde zwei Jahre später nachgeholt) und der 4. Herrenmannschaft mit Otto Schönacher, Heinz Tschentscher, Ludwig Sauerlacher, Robert Braun, Roman Pirkl und Hermann Dollinger geht die Spielrunde 1984/85 als die bisher erfolgreichste Saison in die Annalen ein.

Zwei bis drei Jahre lang waren daraufhin keine großen Besonderheiten über das TT in Pöttmes zu berichten, wir waren zur Tagesordnung übergegangen.

Schlimm kam es dann für alle Herrenmannschaften 1988. Berufsbedingt verließen Günter Krammer und Sigi Ludewig den Verein und schlossen sich der “Turnerschaft Jahn” in München an, wo beide bis in die 1. Bezirksliga kletterten.

Alex Banschbach ging zum TSV Aichach. Auch er landete – wie Albin Hamann – in der 1. Bezirksliga, und Sigi Scharbatke hängte seinen Schläger an den berühmten Nagel.

Als logische Konsequenz daraus zogen wir die 1. Mannschaft eine Klasse zurück.

Nach 20 Jahren mußte die Abteilung TT also den ersten richtigen Einbruch verzeichnen und sollte sich nun auf eine andere Art und Weise bewähren. Kämpfernaturen waren jetzt gefragt, und der vermeintliche Niedergang der Sparte konnte tatsächlich abgewendet werden – was klar auf das Konto der Abteilungs-leitung ging.

 

4. Die 90er-Jahre – der Neubeginn

Die 1. Herrenmannschaft kämpfte einige Jahre gegen den Abstieg aus der Kreisliga 1 und erreichte ihr Ziel auch immer wieder. Im Gegensatz dazu mußten die 2. Mannschaft einmal und die Herren 3 gleich zweimal in den sauren Apfel beißen. Eine 4. Mannschaft konnte erst gar nicht mehr gemeldet werden.

Besser machten es die Damen- und Jugendteams, die durchaus positiv abschnitten, jedoch blieben auch hier die Erfolge der Vergangenheit aus.

Anfang 1991 gab es in der Schulturnhalle die ersten offenen Pöttmeser Marktgemeindemeisterschaften – Mitgliederwerbung wurde für die schnelle Sportart betrieben – und es ging wieder voran.

Am 5. Januar 1993 übergab Robert Braun das Amt des Abteilungsleiters an Herbert Schilling, der auch gleich Alex Krammer und Andi Bernstetter zur Rückkehr nach Pöttmes bewegen konnte.

 

Eine erhebliche Verstärkung erfuhr die Damenmannschaft mit Angelika Loquai, die vor Jahren mit Mädchen- und Damenteams große Erfolge erzielte.

 

 

 

 

 

Foto 10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herren 1    1993 / 94, von links: Werner Surger jun., Roman Pirkl, Andy Bernstetter, Alex Krammer, Harry Fitzke und Fritz Schmidt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herren 2    1993/94, von links: Herbert Schilling, Mike Pleissner, Franz Eitelhuber, Rudi Hößl, Paul Kriegler, und Heinz Tschentscher

Dank des ausdauernden und fundierten Trainings von Jugendleiter Franz Eitelhuber finden wieder mehr Kinder und Jugendliche Spaß am Tischtennisspiel. Mit Silke Oexler, Ulli Reidinger, Sabine Kannler und Cornelia Kummer sowie Michael Paula, Jochen Lux und Michael Schmidt scheinen die Nachwuchssorgen ausgeräumt.

Auch eine vierte Herrenmannschaft konnte wieder gemeldet werden.

Es kann also wieder aufwärts gehen!?

 

5. Wir machen durch bis morgen früh…

Das war des öfteren das Motto nach Trainings- oder Punktspieltagen in der “Krone”, wo wir bis weit nach Mitternacht fachsimpelten. Leidtragende war immer die Familie Haug, der an dieser Stelle ein großes Lob gezollt sei. Ich hätte es sogar verstanden, wenn sie uns mal rausgeworfen hätte!

Überhaupt spielte und spielt die Geselligkeit eine wichtige Rolle im Pöttmeser TT-Leben.

Da gab es die berühmten Sommernachtsfeste mit bis zu 300 Personen und die Spargelturniere, die in ganz Schwaben bekannt waren.

Etliche Freundschaftsspiele, Ausflüge, Jugend- und Mannschaftsfeiern sowie spontane Treffen gehörten auch immer dazu.

Die Weihnachtsfeiern – von Gabi und Herbert Schilling organisiert – bilden jedesmal einen besinnlichen Jahresausklang.

Das wars, was mir zum Thema Tischtennis in Pöttmes eingefallen ist. Viele Erinnerungen wurden in mir geweckt, und ich bin sicher, daß es einigen anderen jetzt genauso geht. Für die nicht ganz so “alten Hasen” ist es bestimmt informativ und mancher wird sich wundern, daß hier überhaupt was los war (?).

Daß die zwischendurch verwelkten Blumen wieder zu neuem Leben gelangen, daß sie vielleicht sogar wieder in voller Pracht dastehen, das ist mein abschließender Wunsch für den Pöttmeser Tischtennissport.

 

Tischtennis – Vereinsmeisterschaften : Eindrücke und Sieger

 

 

 

 

 

 

Franz Krammer und Adolf Tscherne (1975)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Willi Mayer beim Aufschlag mit Ilona Krammer (1975)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paul Kriegler, Sieger der Vereinsmeisterschaften 1992

 

 

 

 

 

 

 

 

            Foto 15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsmeister 1993, von links: Angelika Loquai, Martina Lang, Gabi Schilling, Silke Oexler, Gabi Pallmann und Maria Schiffelholz

 

 

 

 

            Foto 16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsmeister 1982, stehend von links: Sigi Scharbatke, Sigi Ludewig, Werner Surger jun., Günter Krammer und Peter Hegler

vorne von links Gertraud Pätzig, Harry Fitzke und Sylvia Stark

 

 

 

 

 

 

 

 

            Foto 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsmeister 1983

von links Günter Krammer, Edgar Hegler, Alwin Hamann und Sigi Scharbatke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            Foto 18

 

 

 

 

1988, von links, Susanne Lenz, Simone Liebhart, Barbara Braun, Sabine Böhling, Daniela Schütz, Sabine und Monika Rupp, Julia Beidenhauser, Tanja Hartwig und Tanja Neftzger

T I S C H T E N N I S  –  V E R E I N S M E I S T E R

               

                H E R R E N                                                         D A M E N

 

1.                            2.                            3.                            1.                            2.                            3.

1973        H. Meier  A. Lintner               F. Krammer             C. Haug                   G. Hammerl             G. Pätzig

1974        L. Kratzer               H. Meier  S. Scharbatke           G. Pätzig C. Schönacher         C. Jankowski

1975        L. Kratzer               S. Ludewig               S. Scharbatke           I. Krammer             C. Jankowski           C.Schönacher

1976        S. Ludewig               L. Kratzer               R. Hößl                    C. Schönacher         G. Plätzig                I. Krammer

1977        L. Kratzer               S. Scharbatke           J. Eitelhuber            G. Pätzig I. Krammer             H. Wernhard

1978        L. Kratzer               S. Ludewig               U. Braun  G. Pätzig H. Paula                  S. Stark

1979        L. Kratzer               G. Krammer            S. Ludewig               S. Stark                    G. Pätzig H. Paula

1980        J. Eitelhuber            S. Ludewig               U. Braun  S. Stark                    G. Pätzig  I. Krammer

1981        S. Ludewig               U. Braun  G. Krammer            G. Pätzig S. Stark                    I. Krammer

1982        S. Scharbatke           S. Ludewig               G. Krammer            G. Pätzig  S. Stark                    A. Riedl

1983        A. Hamann              S. Scharbatke           G. Krammer            S. Stark                    M. Hammerl            B. Schwegler

1984        S. Ludewig               G. Krammer           T. Kannler              M. Schwetschke       H. Paula                  G. Pätzig

1985        G. Krammer            W. Surger j.             A. Banschbach         S. Stark                    H. Paula                  B. Schwegler

1986        G. Krammer            S. Scharbatke           A. Banschbach         M. Schwetschke       M. Schwegler           B. Schwegler

1987        G. Krammer            S. Ludewig               S. Scharbatke           M. Schwetschke       M. Schwegler           H. Paula

1988        H. Schilling              W. Surger j.             R. Braun M. Schwetschke       H. Paula                  M. Schwegler

1989        T. Kannler              P. Kriegler               R. Braun H. Paula                  G. Pallmann            M. Lang

1990        T. Kannler              E. Eitelhuber           R. Pirkl M.              M. Schiffelholz        G. Pallmann            M. Lang

1991        S. Ludewig               F. Schmidt               W. Surger j.             M. Schiffelholz        G. Pallmann            M. Lang

1992        P. Kriegler               F. Schmidt               W. Surger j.             M. Schiffelholz        M. Lang                  G. Pallmann

1993        A. Bernstetter         A. Krammer            P. Kriegler               M. Schiffelholz        M. Lang                  A. Loquai

1971 und 1972 wurden keine Vereinsmeisterschaften ausgetragen

1972 wurden nur Ranglisten ausgespielt

 

 

                J U N G E N                                                                         MÄ D C H E N

 

1.                            2.                            3.                            1.                            2.                            3.

1971        S. Ludewig               A. Krammer            K. Sauerlacher         1,—– —– —–

1973        A. Krammer            S. Ludewig               K. Sauerlacher         G. Krammer            A. Reichart              B. Wenzel

1974        E. Humbold             E. Hegler                 H. Fitzke                 I. Krammer             B. Wenzel               R. Schupfner

1975        P. Hegler                 F. Eitelhuber            H. Fitzke                 I. Krammer             A. Nestler                H. Wernhard

1976        G. Krammer            U. Braun H. Fitzke                 S. Stark                    A. Riedl                   G. Nestler

1977        G. Krammer            U. Braun  G. Eberle A. Riedl                   B. Schwegler            B. Hörmann

1978        R. Kessel  B. Messner              1,—–                      A. Riedl                   B. Schwegler            B. Hörmann

1979        W. Surger j.             R. Kessel  A. Bernstetter         C. Wagner               A. Hammerl            H. Bitzl

1980        W. Surger j.             A. Banschbach         A. Bernstetter         A. Riedl                   B. Schwegler            M. Hammerl

1981        W. Ächter               K. Lang                   C. Pätzig B. Schwegler            H. Bitzl                   K. Lang

1982        F. Schmidt               G. Krammer            W. Ächter               M. Hammerl            H. Bitzl                   K. Lang

1983        G. Krammer            K. Lang                   F. Schmidt               H. Bitzl                   B. Schwegler            M. Hammerl

1984        K. Lang                   C. Pätzig J. Fraham.               M. Schwegler           K. Lang                   D. Hammerl

1985        J. Frahammer          K. Lang                   F. Lichtenstern        1,—–                      —–                        —–

1986.       F. Lichtenstern        K. Lang                   U. Gramlich             M. Lang                  M. Paula B. Kummer

1987        F. Lichtenstern        J. Fitzke                  M. Schmidmeir        R. Steinbichler         I. Hammerl              H. Schmutterm.

1988        F. Lichtenstern        J. Fitzke                  M. Schmidmeir        M. Lang                  R. Steinbichler         H. Schmutterm.

1989        T. Waltl                  A. Wild                   S. Mayer S. Oexler M. Neff                   C. Kummer

1990        J. Lux                      M. Schmidt              B. Strohhofer          S. Oexler S. Kannler               U. Reidinger

1991        M. Schmidt              M. Paula A. Szilit                   S. Oexler S. Kannler               C. Kummer

1992        M. Schmidt              M. Paula 1,—–                      S. Oexler I. Ottillinger            T. Oexler

1993        M. Braun                 B. Herrmann           M. Kriegler              I. Ottillinger            B. Riedl                   T. Oexler

1,: Meisterschaft, bzw. dieser Rang wurde nicht ausgetragen

1972 wurde keine Meisterschaft, sondern nur Ranglisten ausgespielt

 

Volleyball und der TSV Pöttmes

 

Die Entstehung des Volleyballsports in Pöttmes

Die jüngste Gruppe der TSV-Familie ist die Volleyball-Abteilung. Gegründet wurde sie von einer Interessengemeinschaft aus ca. 20 begeisterten Volleyballern. Unter der Leitung von Günther Büschl wuchs aus dieser Gemeinschaft eine starke Truppe heran.

Das “Auf und Ab” im Pöttmeser Volleyball

In der Saison 1979/80 mischte die erstmals angemeldete Herrenmannschaft in der Punkterunde kräftig mit. Das Spielniveau konnte durch zahlreiche Freundschaftsspiele enorm gesteigert werden. Sie verhalfen dem Team zu einem hervorragenden dritten Platz in der Kreisklasse. Nun konnte man mit großen Hoffnungen in die Zukunft blicken. In der Punktspielrunde 1981/82 war es dann soweit: Sowohl die Herren als auch die mittlerweile seit zwei Jahren spielenden Damen schafften den Aufstieg in die Kreisliga.

Auf die nun höher gewordenen Anforderungen stellten sich die Herren excellent ein. Man verpaßte den erneuten Aufstieg nur um fünf Punkte.

Die Damen hingegen hatten mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Die höhere Anzahl der Punktspiele in der neuen Liga sowie die weiten Entfernungen, die bei Fahrten zu den Spielorten zurückzulegen waren,brachten Schwierigkeiten mit sich. Der Abstieg in die Kreisklasse konnte nicht verhindert werden.

Manfred Zwerenz, dem neuen Trainer der Herren, gelang es, eine homogene Mannschaft zu formen. Es wurde von Beginn der neuen Spielzeit an konzentriert gekämpft. Das Ergebnis war eine Bilderbuchsaison mit 40 : 04 Punkten. Das Team errang die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse. Die Damenmannschaft erreichte einen Platz im Mittelfeld.

Trainer Zwerenz verließ den TSV, um zu seinem Heimatverein nach Aichach zurückzukehren. Unter den Fittichen von Karl-Heinz Gramlich wurde das immer mehr Zeit in Anspruch nehmende Training fortgesetzt. Ein guter mittlerer Platz konnte erspielt werden. Das Damenteam pausierte eine Saison lang.

Unterdessen übernahm Bernd Schlaegel das Damentraining. Die nun anstehende Saison 1985/1986 beendeten beide Teams mit dem sechsten Platz. Die unter Börni sehr engagierte Damentruppe wollte in der nächsten Saison den Aufstieg anpeilen und trainierte auch während der Sommerpause.

Gleich zu Saisonbeginn glänzten unsere Volleyball-Amazonen mit ihrer spielerischen Leistung. Als am Ende abgerechnet wurde, war klar: Die Mädels stiegen wieder in die Kreisliga auf.

Bei den Herren beschloß man, die Mannschaft aufzulösen, da die zeitlichen Anforderungen einfach zu groß wurden.

Im Jahre 1988/89 wurde eine zweite Damenmannschaft gegründet. Auch die Herren stellten unter Ernst Haile jun. eine ganz neue Mannschaft, die wieder am Punktspielbetrieb teilnahm. Beide Garnituren gingen mit vollem Elan in die neue Runde. Aber schon nach den ersten Begegnungen in der Kreisklasse bemerkte man, wohl noch keine Bäume ausreissen zu können. Am Saisonende fanden sich beide Vertretungen am Tabellenende wieder.

Um im nächsten Jahr erfolgreicher mitmischen zu können, bereitete man sich intensiv auf die neue Saison vor. Viele Freundschaftsspiele wurden ausgetragen. Auch an Turnieren (u.a. in Innsbruck mit 400 Mannschaften) beteiligte man sich und präparierte sich somit für die anstehende Spielzeit.

Die  1. Damenmannschaft mußte aufgelöst werden. Leider wechselten nur wenige Spielerinnen in die 2. Mannschaft über.

Die Saison verlief für Damen und Herren aber sehr erfolgreich. Besonders die Herrenmannschaft unter Trainer Bernd Schlaegel glänzte mit ihren Erfolgen. Dreimal in der Woche wurde trainiert und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Platz 2 in der Kreisklasse.

Die Damen konnten sich ebenso im oberen Drittel der Tabelle plazieren.

Nun war das Ziel für die neue Saison klar definiert: Aufstieg in die Kreisliga für die Herren!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es konnte realisiert werden; die Damen belegten einen hervorragenden zweiten Platz.

Nun galt es in der Spielzeit 1991/92 für die Herren, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und den Klassenerhalt in der Kreisliga zu schaffen.

Für die Damen hieß die Parole “Aufstieg”! Er wurde unter dem Trainer Bernd Schlaegel auch erreicht.

Die Herren hatten einige Probleme mit der Umstellung auf die gewachsenen Anforderungen. Nach unterschiedlichen Leistungen landeten sie auf einem Platz im unteren Drittel der Tabelle.

Die Damenmannschaft konnte den “Platz an der Sonne” ein Jahr behaupten und stieg prompt wieder ab.

Die jüngste Saison 1993/94 hat gezeigt, daß die Herrenmannschaft in Pöttmes gute Chancen auf den Aufstieg in die Bezirksklasse hat, denn es konnte ein hervorragender 4. Platz errungen werden.

Leider nimmt wegen personeller Probleme keine Damenmannschaft mehr am Spielbetrieb teil.

Die Volleyball-Abteilung würde es sehr begrüßen, wenn mehr Leute zu diesem schönen Sport finden würden. Seit kurzem existiert auch eine Jugendmannschaft.

 

Volleyball mach Spaß und hält fit.

Macht mit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein herzliches “Vergelt’s Gott”

 

a          allen Mitgliedern des TSV Pöttmes 1894 e. V. die durch ihre freiwil-

lige Arbeit zum Gelingen und zur Durchführung des Festes

beigetragen haben

 

a           allen Bürgerinnen und Bürgern, die selbstlos in der Küche oder in                      anderen Bereichen mitgeholfen haben

 

a            H. H. Pfarrer Gottfried Settele für die Gestaltung des Gottesdienstes

 

a           den Festdamen und der Fahnenordnung

 

a           dem MTV Schrobenhausen für die Übernahme der Patenschaft

 

a           allen Bürgern, die so großzügig gespendet haben

 

a           allen Firmen, die durch Inserate die Herausgabe dieser Festzeitschrift                ermöglicht haben

 

a           dem Schirmherrn, Ersten Bürgermeister Johann Schmuttermeier

 

a           den Verfassern der Grußworte

 

 

Es ist ganz klar, daß bei einem solchen Fest viele große und kleine Dinge zu beachten sind, und es kann somit auch möglich sein, daß im Trubel der Vorbereitungen vielleicht der eine oder andere nicht so richtig beachtet wurde. Wenn das so ist, dann bitten wir an dieser Stelle um Nachsicht und hoffen und wünschen, daß trotzdem alle recht gerne kommen.

 

Nun wünschen wir allen Festgästen und Besuchern, allen Freunden und Gönnern, sowie allen Helfern, vor oder hinter den Kulissen aus nah und fern schöne, frohe und gemütliche Stunden bei uns, dem TSV Pöttmes 1894 e. V.

 

Mit herzlichem Gruß

der Festausschuß

Die Fahnenordnung:  Thomas Marko, Christian Schamberger, Martin Heckl